Working Capital Management (WCM) bezeichnet die Steuerung des Nettoumlaufvermögens eines Unternehmens mit dem Ziel, die Liquidität dauerhaft sicherzustellen und gleichzeitig die gebundenen Mittel zu minimieren. Es ist ein zentrales Thema der Finanzwirtschaft und des Controllings.
Besonders zum Semesterwechsel in höheren Semestern wird WCM in Verbindung mit der Cash-Flow-Analyse und der Bilanzanalyse behandelt.
Inhaltsverzeichnis
Komponenten des Working Capitals
| Komponente | Beschreibung | Optimierungsziel |
|---|---|---|
| Vorräte | Rohstoffe, Halbfertigprodukte, Fertigprodukte | Lagerbestand senken |
| Forderungen aus L&L | Noch nicht eingegangene Zahlungen von Kunden | Zahlungsziele verkürzen |
| Verbindlichkeiten aus L&L | Noch nicht bezahlte Rechnungen an Lieferanten | Zahlungsziele verlängern |
Formel: Net Working Capital = Umlaufvermögen – kurzfristige Verbindlichkeiten
Liquiditätskennzahlen im Überblick
Zur Beurteilung der Liquidität werden verschiedene Kennzahlen herangezogen. Die wichtigsten sind die drei Liquiditätsgrade:
- Liquidität 1. Grades: Zahlungsmittel ÷ kurzfristige Verbindlichkeiten
- Liquidität 2. Grades: (Zahlungsmittel + Forderungen) ÷ kurzfristige Verbindlichkeiten
- Liquidität 3. Grades: Umlaufvermögen ÷ kurzfristige Verbindlichkeiten
Verwandte Themen
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- Liquiditätsplanung – operative Planung der Ein- und Auszahlungen
- Cash Flow – wie erwirtschaftete Zahlungsmittel im Jahresabschluss dargestellt werden
Lernhinweis: Working Capital Management verbindet Bilanzanalyse, Finanzierung und Controlling. Wer alle drei Liquiditätsgrade sicher berechnen und interpretieren kann, hat einen klaren Vorteil in Klausuren zur Jahresabschlussanalyse.
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