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Außenprüfung (Betriebsprüfung): Ablauf, Vorbereitung und häufige Prüffelder

Die Außenprüfung (§§ 193–207 AO) — im Volksmund Betriebsprüfung — ist die Prüfung eines Unternehmens durch das Finanzamt an Ort und Stelle. Sie umfasst alle Steuern und stellt sicher, dass die steuerlichen Erklärungen der Wirklichkeit entsprechen. Eine Betriebsprüfung kann erhebliche Nachzahlungen auslösen — eine gute Vorbereitung ist deshalb entscheidend. Wer wird geprüft? Unternehmensgröße (Umsatz) Prüfungsturnus (ca.) Großbetrieb (> 7,3 Mio. € Umsatz) Alle 1–3 Jahre (Anschlussprüfung) Mittelbetrieb (0,9 – 7,3 Mio. €) Alle 5–7 Jahre […]

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Freibeträge und Sachgeschenke an Mitarbeiter: Steuerregeln und Buchung

Arbeitgeber können Mitarbeitern verschiedene Sachleistungen und Geschenke steuerfrei oder pauschal versteuert zukommen lassen. Entscheidend sind die jeweiligen gesetzlichen Freibeträge und Freigrenzen — deren Kenntnis spart Lohnsteuer und SV-Beiträge. Übersicht der wichtigsten Sachbezugsregelungen Regelung § Betrag Voraussetzung Sachbezugsfreigrenze § 8 Abs. 2 Satz 11 EStG 50 €/Monat Kein Barlohn, nicht zweckgebunden Aufmerksamkeiten § 8 Abs. 1 Satz 3 EStG, R 19.6 LStR 60 € je Anlass Persönlicher Anlass (Geburtstag, Hochzeit) Betriebsveranstaltung § 19 Abs. 1 Nr.

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Sparer-Pauschbetrag: Freistellungsauftrag, Kapitalertragsteuer und Buchung

Der Sparer-Pauschbetrag ist ein Freibetrag für Einkünfte aus Kapitalvermögen. Er ermöglicht es, Zinsen, Dividenden und realisierte Kursgewinne bis zu einem bestimmten Betrag steuerfrei zu vereinnahmen. Übersteigende Kapitalerträge unterliegen der Abgeltungsteuer von pauschal 25 %. Höhe des Sparer-Pauschbetrags Veranlagung Sparer-Pauschbetrag Einzelveranlagung 1.000 € (ab 2023; vorher 801 €) Zusammenveranlagung (Ehepaare) 2.000 € (ab 2023; vorher 1.602 €) Welche Einkünfte sind erfasst? Zinsen aus Spar-, Tagesgeld- und Festgeldkonten Dividenden aus Aktien und Fondsanteilen Realisierte Kursgewinne aus Wertpapierverkäufen

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Künstlersozialversicherung: Abgabe, Pflicht und Buchung

Die Künstlersozialversicherung (KSV) ermöglicht selbstständigen Künstlern und Publizisten Zugang zur gesetzlichen Renten-, Kranken- und Pflegeversicherung. Unternehmen, die Leistungen von selbstständigen Kreativen verwerten, müssen eine Künstlersozialabgabe (KSA) auf die gezahlten Honorare entrichten. Wer ist abgabepflichtig? Abgabepflichtig sind alle Unternehmen und Auftraggeber, die typischerweise künstlerische oder publizistische Leistungen verwerten (§ 24 KSVG): Verlage, Presse, Rundfunk, TV Werbeagenturen, PR-Agenturen, Marketingabteilungen Theater, Konzertveranstalter, Galerien, Museen Unternehmen mit eigener Öffentlichkeitsarbeit (Broschüren, Website-Design, Werbetexte) Auch Nicht-Kulturbetriebe können abgabepflichtig sein, wenn sie

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Durchlaufende Posten: Umsatzsteuerliche Behandlung und Buchung

Ein durchlaufender Posten liegt vor, wenn ein Unternehmer Beträge im Namen und für Rechnung eines anderen vereinnahmt und verauslagt. Diese Beträge gehören weder zum Entgelt noch zur Bemessungsgrundlage der Umsatzsteuer und werden im Ergebnis neutral durchgeleitet. Definition und Voraussetzungen (§ 10 Abs. 1 Satz 6 UStG) Ein Betrag ist ein echter durchlaufender Posten, wenn: Der Unternehmer handelt im Namen und auf Rechnung eines Dritten Der Betrag wird im Namen des Dritten verauslagt oder vereinnahmt Es

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Entfernungspauschale: Berechnung, Höchstbetrag und Buchung

Die Entfernungspauschale (umgangssprachlich „Pendlerpauschale“) ermöglicht Arbeitnehmern und Selbstständigen, Fahrtkosten zwischen Wohnung und erster Tätigkeitsstätte steuerlich geltend zu machen. Sie ist unabhängig vom genutzten Verkehrsmittel und wird als Werbungskosten oder Betriebsausgabe abgezogen. Pauschale und Höchstbetrag Entfernung Pauschale/km Jährlicher Höchstbetrag Erste 20 km 0,30 €/km — Ab km 21 (ab 2022) 0,38 €/km — Gesamtbetrag — 4.500 € (außer eigenes Kfz) Der Höchstbetrag von 4.500 € gilt nicht, wenn ein eigenes oder zur Nutzung überlassenes Kraftfahrzeug genutzt

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Sonderausgaben: Was ist bei der Einkommensteuer absetzbar?

Sonderausgaben (§§ 10–10g EStG) sind private Ausgaben, die das zu versteuernde Einkommen mindern, obwohl sie keine Betriebsausgaben oder Werbungskosten sind. Sie sind abschließend im Gesetz aufgezählt und mindern direkt die Steuerlast. Überblick der wichtigsten Sonderausgaben Sonderausgabe § EStG Höchstbetrag / Besonderheit Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung § 10 Abs. 1 Nr. 2a Bis 27.565 € (2024), 100 % abziehbar Basiskranken- und Pflegeversicherung § 10 Abs. 1 Nr. 3 Vollständig abziehbar (Basisversorgung) Weitere Vorsorgeaufwendungen (Haftpflicht, Berufsunfähigkeit) §

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Verpflegungsmehraufwand: Pauschalen, Voraussetzungen und Buchung

Der Verpflegungsmehraufwand ist ein steuerlich anerkannter Pauschalbetrag, den Arbeitnehmer und Selbstständige bei beruflich bedingten Auswärtstätigkeiten für die entstehenden Mehrkosten der Mahlzeiten geltend machen können. Die Pauschalen sind gesetzlich festgelegt und müssen nicht einzeln nachgewiesen werden. Verpflegungspauschalen 2024 (Inland) Art der Abwesenheit Voraussetzung Pauschale Abwesenheit über 8 Stunden (ohne Übernachtung) ≥ 8 Stunden am gleichen Tag 14,00 € An- und Abreisetag bei mehrtägiger Reise Übernachtung außerhalb 14,00 € Volle Reisetage (Übernachtung) 24 Stunden Abwesenheit 28,00 €

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Pauschalversteuerung nach § 40 EStG: Aushilfen, Kurzfristige und Teilzeit

Die Pauschalversteuerung nach § 40 EStG ermöglicht es Arbeitgebern, für bestimmte Arbeitnehmergruppen die Lohnsteuer pauschal zu übernehmen — anstelle der individuellen Besteuerung nach Lohnsteuerklasse. Das vereinfacht die Abrechnung und schützt Arbeitnehmer vor Nachforderungen. Welche Pauschalierungsarten gibt es? § Gruppe Pauschalsatz SV-Pflicht? § 40a Abs. 1 Kurzfristig Beschäftigte (≤ 18 Tage/3 Monate, ≤ 150 €/Tag) 25 % LSt Nein § 40a Abs. 2 Geringfügig Beschäftigte (Minijob, ≤ 538 €/Monat) 2 % LSt (pauschal) Nein (Pauschalbeitrag) §

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Ist-Versteuerung vs. Soll-Versteuerung: Unterschied und Antrag

Bei der Umsatzsteuer gibt es zwei Methoden, den Entstehungszeitpunkt der Steuer festzulegen: die Soll-Versteuerung (Regelfall) und die Ist-Versteuerung (auf Antrag). Der Unterschied liegt darin, wann die Umsatzsteuer ans Finanzamt abgeführt werden muss — ob bereits bei Rechnungsstellung oder erst bei tatsächlichem Zahlungseingang. Soll-Versteuerung (Regelfall) Bei der Soll-Versteuerung (§ 16 UStG) entsteht die Umsatzsteuer mit Ablauf des Voranmeldezeitraums, in dem die Leistung erbracht wurde — unabhängig davon, ob der Kunde bereits gezahlt hat. Der Unternehmer muss

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