Zahlungsarten: Bargeld, Buchgeld & Buchung einfach erklärt

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Zahlungsarten bezeichnen die verschiedenen Möglichkeiten, mit denen ein Käufer eine Geldschuld gegenüber einem Verkäufer begleichen kann. Sie regeln, ob und wie ein Betrag von einem Zahlenden auf den Empfänger übergeht – etwa als Bargeld, per Überweisung oder mit Karte. Für Unternehmen sind Zahlungsarten nicht nur im Verkauf wichtig, sondern auch in der Buchhaltung, weil jede Zahlung korrekt erfasst und gebucht werden muss.

Welche Zahlungsarten gibt es?

Grundsätzlich unterscheidet man Zahlungsarten danach, ob ein Geschäft mit physischem Geld (Bargeld) oder ohne Bargeld (unbar) abgewickelt wird. Im Geschäftsverkehr haben sich vor allem unbare Verfahren durchgesetzt, weil sie schnell, sicher und gut nachvollziehbar sind. Welche Zahlungsart angeboten wird, hängt von der Branche, dem Vertriebsweg (Ladengeschäft oder Online-Shop) und der Kundengruppe ab.

Bargeld, Buchgeld und elektronische Zahlung

Die wichtigsten Zahlungsarten lassen sich wie folgt zusammenfassen:

  • Bargeld: Zahlung mit Münzen und Banknoten, typisch im Einzelhandel. Bargeld ist gesetzliches Zahlungsmittel und wird sofort fällig.
  • Überweisung: Der Kunde beauftragt seine Bank, einen Betrag vom eigenen Konto auf das Konto des Verkäufers zu übertragen. Häufig im B2B-Geschäft und bei Online-Käufen.
  • Lastschrift: Der Verkäufer zieht den Betrag mit Einzugsermächtigung (SEPA-Mandat) vom Konto des Kunden ein. Praktisch bei wiederkehrenden Zahlungen wie Abos.
  • Kartenzahlung: Bezahlung per Girocard (EC-Karte) oder Kreditkarte am Terminal oder online. Der Betrag wird elektronisch belastet.
  • Rechnung / Zahlungsziel: Der Kunde erhält die Ware und zahlt erst später innerhalb einer Frist (z. B. 14 Tage). Diese Zahlungsart räumt einen Lieferantenkredit ein.
  • Vorkasse: Der Kunde zahlt vor der Lieferung. Der Verkäufer trägt so kein Ausfallrisiko, der Kunde geht in Vorleistung.

Bargeld zählt zu den körperlichen Zahlungsmitteln, während Überweisung und Lastschrift als Buchgeld gelten – also Guthaben auf Bankkonten, das nur als Buchung existiert. Karten- und Online-Verfahren sind elektronische Zahlungsformen, die letztlich ebenfalls über Buchgeld abgewickelt werden.

Zahlungsarten in der Buchhaltung

In der Buchführung kommt es darauf an, über welches Konto eine Zahlung läuft. Barzahlungen werden über das Konto Kasse erfasst, unbare Zahlungen über das Konto Bank. Beide sind aktive Bestandskonten.

Verkauft ein Unternehmen Waren bar, lautet der Buchungssatz für die Bareinnahme (vereinfacht ohne Umsatzsteuer):

Kasse an Umsatzerlöse

Geht der Betrag dagegen per Überweisung auf dem Bankkonto ein, wird gebucht:

Bank an Umsatzerlöse

Bezahlt das Unternehmen selbst eine Eingangsrechnung per Überweisung, lautet der Buchungssatz beispielsweise Verbindlichkeiten an Bank. Wird Bargeld zur Bank gebracht, bucht man Bank an Kasse. So lässt sich anhand der Konten jederzeit nachvollziehen, welche Zahlungsart einem Geschäftsvorfall zugrunde liegt.

Häufige Fragen zu Zahlungsarten

Was ist der Unterschied zwischen barer und unbarer Zahlung?

Bei der baren Zahlung wird mit Münzen und Scheinen bezahlt; das Geld wechselt physisch den Besitzer und wird über die Kasse gebucht. Bei der unbaren Zahlung – etwa Überweisung, Lastschrift oder Karte – erfolgt der Ausgleich über Bankkonten als Buchgeld und wird über das Bankkonto erfasst.

Welche Zahlungsart ist für Unternehmen am sichersten?

Aus Sicht des Verkäufers bietet die Vorkasse die höchste Sicherheit, da gezahlt wird, bevor die Ware das Haus verlässt. Der Kauf auf Rechnung ist dagegen für Kunden attraktiv, bringt dem Verkäufer aber ein Ausfallrisiko. Viele Unternehmen kombinieren daher mehrere Zahlungsarten.

Wie werden Zahlungsarten in der Buchhaltung unterschieden?

Maßgeblich ist das verwendete Konto: Barzahlungen laufen über das Konto Kasse, alle unbaren Zahlungen über das Konto Bank. So ordnet die Buchhaltung jeden Zahlungsvorgang eindeutig der passenden Zahlungsart zu.

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