Die 15 wichtigsten Buchungssätze: Übersicht für die Klausur

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Die 15 wichtigsten Buchungssätze bilden das Fundament der doppelten Buchführung und tauchen in nahezu jeder Klausur wieder auf. Wer die typischen Geschäftsvorfälle nach dem Prinzip „Soll an Haben“ sicher beherrscht, spart in der Prüfung wertvolle Zeit und vermeidet Flüchtigkeitsfehler. Dieser Beitrag fasst die zentralen Buchungssätze zur gezielten Wiederholung zusammen.

Was ist ein Buchungssatz?

Ein Buchungssatz beschreibt, welches Konto im Soll und welches im Haben angesprochen wird. Er folgt immer der Regel „Soll an Haben“. Jeder Geschäftsvorfall berührt mindestens zwei Konten, sodass die Summe der Sollbuchungen stets der Summe der Habenbuchungen entspricht. Voraussetzung ist das Verständnis von Bestands- und Erfolgskonten sowie der Umsatzsteuer. Erst wer weiß, ob ein Konto aktiv oder passiv ist, kann die Buchungsseite sicher bestimmen.

  • Aktivkonten: Zugang im Soll, Abgang im Haben.
  • Passivkonten: Zugang im Haben, Abgang im Soll.
  • Aufwendungen stehen im Soll, Erträge im Haben.

Die zentralen Buchungssätze im Überblick

Die folgenden Buchungen decken die häufigsten Geschäftsvorfälle einer Klausur ab:

  • Wareneinkauf auf Ziel: Wareneingang und Vorsteuer an Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.
  • Warenverkauf auf Ziel: Forderungen an Umsatzerlöse und Umsatzsteuer.
  • Barverkauf: Kasse an Umsatzerlöse und Umsatzsteuer.
  • Begleichung einer Verbindlichkeit: Verbindlichkeiten an Bank.
  • Zahlungseingang eines Kunden: Bank an Forderungen.
  • Lohn- und Gehaltszahlung: Löhne und Gehälter an Bank sowie Verbindlichkeiten gegenüber Finanzamt und Sozialversicherung.
  • Abschreibung: Abschreibungen an Maschinen (bzw. Fuhrpark).
  • Privatentnahme: Privat an Kasse.
  • Bareinzahlung auf das Bankkonto: Bank an Kasse.
  • Umsatzsteuer-Zahllast: Umsatzsteuer an Vorsteuer und Verbindlichkeiten Finanzamt.

Umsatzsteuer richtig verbuchen

Ein häufiger Stolperstein sind die Steuerkonten. Beim Einkauf entsteht Vorsteuer (Forderung gegenüber dem Finanzamt), beim Verkauf Umsatzsteuer (Verbindlichkeit). Am Monatsende werden beide Konten verrechnet und die Zahllast an das Finanzamt abgeführt.

  • Beispiel Einkauf: Ware für 1.000 € netto zzgl. 19 % USt. Buchung: Wareneingang 1.000 € und Vorsteuer 190 € an Verbindlichkeiten 1.190 €.
  • Beispiel Verkauf: Ware für 2.000 € netto zzgl. 19 % USt. Buchung: Forderungen 2.380 € an Umsatzerlöse 2.000 € und Umsatzsteuer 380 €.

Tipps für die Klausur

In der Prüfung entscheidet oft die richtige Vorgehensweise über die Punkte. Bevor Sie einen Buchungssatz bilden, sollten Sie sich Schritt für Schritt fragen, welche Konten berührt sind und ob es sich um Bestands- oder Erfolgskonten handelt.

  • Konten bestimmen: Welche zwei (oder mehr) Konten sind betroffen?
  • Kontenart klären: Aktiv-, Passiv-, Aufwands- oder Ertragskonto?
  • Zu- oder Abgang: Nimmt der Bestand zu oder ab?
  • Seite festlegen: Danach ergibt sich, welches Konto im Soll und welches im Haben steht.
  • Umsatzsteuer prüfen: Enthält der Betrag Vorsteuer oder Umsatzsteuer?

Mit dieser Systematik lassen sich auch unbekannte Geschäftsvorfälle sicher lösen.

Häufige Fragen zu den wichtigsten Buchungssätzen

Wie lautet die Grundregel für jeden Buchungssatz?

Es gilt immer „Soll an Haben“. Zuerst nennt man das Konto, das im Soll gebucht wird, danach das Konto im Haben. Die Sollsumme muss stets der Habensumme entsprechen.

Auf welchem Konto steht die Umsatzsteuer?

Die vereinnahmte Umsatzsteuer ist eine Verbindlichkeit gegenüber dem Finanzamt und wird im Haben gebucht. Die gezahlte Vorsteuer ist eine Forderung und steht im Soll.

Wie buche ich eine Abschreibung?

Die Abschreibung mindert den Wert des Anlageguts und stellt Aufwand dar. Der Buchungssatz lautet „Abschreibungen an Anlagekonto“, zum Beispiel Abschreibungen an Maschinen.

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