Wirtschaftspolitik

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Unter der Wirtschaftspolitik versteht man die Gesamtheit der Maßnahmen, mit denen der Staat regelnd und gestaltend in die Wirtschaft aktiv eingreift. Wirtschaftspolitik wird zunehmend von der EU zentral geregelt, aber auch die Nationalstaaten haben noch eigenständige Entscheidungsmöglichkeiten. Die EU legt die Regeln fest, die dann auch in nationales Recht umgesetzt werden müssen. Letztlich wird dadurch auch die Politik der Konzerne und anderen Unternehmungen stark beeinflusst.

Die heutige moderne Wirtschafspolitik umfasst mehrere für die Volkswirtschaft bedeutende Bereiche. Darunter fasst man zum Beispiel Aspekte der Arbeitsmarktpolitik, der Finanzpolitik, der Fiskalpolitik, der Geldpolitik, der Handelspolitik und der Konjunkturpolitik. Für die Volkswirtschaften ist die heutige Finanz- bzw. Fiskalpolitik von besonderer Bedeutung, denn sie

prägt auch etwa die jetzige „Griechenland Krise“.

Die Finanz- & Fiskalpolitik als Teil der Wirtschaftspolitik

Finanz und fiskalpolitische Instrumente lassen unter dem Begriff der Fiskalpolitik zusammenfassen. Man versteht darunter die Maßnahmen eines Staates, mit denen die konjunkturelle Entwicklung gelenkt werden soll.

Im Bereich der Ordnungspolitik haben wir auch bereits die Wettbewerbspolitik kennengelernt, welche ein wesentlicher Bestandteil eines funktionierenden Marktes ist. Aber auch die Strukturpolitik ist zunehmend ein wichtiger Bestandteil der EZB Politik und wird sich auch in Griechenland nicht vermeiden lassen. Die Oberhüter der EZB haben ihre Kredite auch davon abhängig gemacht, wie weit die griechische Regierung strukturelle Anpassungen vornehmen werden. Zur Strukturpolitik gehören dabei Infrastrukturpolitik, regionale und sektorale Strukturpolitik.

Unterscheidung zwischen Angebots- und Nachfragepolitik

Von Seiten der Ausrichtung als allgemeiner Bestandteil der Wirtschaftspolitik unterscheidet man heute zwischen der Angebots- und der Nachfragepolitik. Bei der Angebotspolitik stehen die Renditeerwartungen der Kapitalgeber im Vordergrund. Bei der Berücksichtigung des Instrumentariums sind wirtschaftspolitische Rahmenbedingungen wie etwa Geldwertstabilität, Löhne, Arbeitszeitregelungen, Steuern etc. zu berücksichtigen.

Bei der Nachfragepolitik geht es primär um die Stabilisierung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung und die Maßnahmen werden auch teilweise unter antizyklischen fiskalpolit. Kriterien gemacht.

 

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Wirtschaftspolitische Ziele und Instrumente

Ziel Indikator Instrument
Preisstabilität Inflationsrate (Ziel: ~2 %) Geldpolitik der EZB, Einkommenspolitik
Vollbeschäftigung Arbeitslosenquote (Ziel: < 4 %) Arbeitsmarktpolitik, Konjunkturprogramme
Wirtschaftswachstum BIP-Wachstum (Ziel: 2–3 %) Investitionsförderung, Bildungspolitik
Außenwirtschaftliches Gleichgewicht Leistungsbilanzsaldo Wechselkurspolitik, Handelspolitik

Magisches Viereck der Wirtschaftspolitik

Ziel Konflikt mit Begründung
Preisstabilität Vollbeschäftigung Niedriger Zins fördert Beschäftigung, aber erhöht Inflation
Wirtschaftswachstum Außenwirtschaftliches Gleichgewicht Starkes Wachstum erhöht Importe und verschlechtert Leistungsbilanz
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