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Die Europäische Zentralbank hat mehrere Mittel und Wege die Stabilität des Wirtschaftsraumes zu gewährleisten. Im Wesentlichen gibt es drei Instrumente dafür.

Instrumente der EZB

  • die Offenmarktpolitik
  • die Mindestreservenpolitik
  • die Fazilitäten.

Die Offenmarktpolitik ist das wichtigste Instrument der Geldpolitik der Europäischen Zentralbank und somit der Stabilität der Währung, also des Euros. Bei der Offenmarktpolitik steht die Europäische Zentralbank den Geschäftsbanken gegenüber. Im Mittelpunkt dieses Gegenüber Stehens stehen sogenannten „Wertpapier Pensionsgeschäfte“.

Das bedeutet, es werden Wertpapiere gehandelt zwischen der Europäische Zentralbank und den Geschäftsbanken. Wenn die Europäische Zentralbank nun den Geschäftsbanken Wertpapiere verkauft, dann sind die Wertpapiere bei den Geschäftsbanken und die Europäische Zentralbank bekommt dafür das Geld. Für die Geschäftsbanken bedeutet dies, dass die Liquidität abnimmt. Damit nimmt auch das Kreditvolumen ab weil die Geschäftsbanken einfach weniger Liquidität zur Verfügung haben. Sie haben weniger Spielraum um Kredite zu vergeben.

Das ist genau der Sinn der Sache, denn die Europäische Zentralbank entzieht durch den Verkauf der Wertpapiere dem Markt Liquidität.

Warum machen das die Geschäftsbanken?

Weil sie von der Europäische Zentralbank eine gewisse Zinsrate versprochen bekommen haben. Dies wird in der Regel in der Form eines sogenannten Mengentenders getan. Ein weiteres Instrument dazu ist der Zinstender.

Kurzer Ausflug zu Mengentender und Zinstender (Exkurs)

Es geht beim Mengentender einer Zentralbank darum, bei dem diese im Voraus den Zinssatz festlegt und die teilnehmenden Geschäftspartner den Geldbetrag bieten, für den sie zum vorgegebenen Zinssatz abschließen wollen.

Beim Zinstender einer Zentralbank hingegen, bei dem deren Geschäftspartner den Betrag sowie Zinssatz des Geschäfts bieten, das sie mit der Zentralbank tätigen wollen

Grundsätzlich ist dies für die Geschäftsbanken ein gutes Geschäft denn sie geben die Wertpapiere der Europäischen Zentralbank und erhalten dafür Geld. Bei den Offenmarktgeschäften dominieren die so genannten befristeten Transaktionen, das sind solche Kreditgeschäfte bei denen die Zentralbank notenbankfähige Sicherheiten im Rahmen von kurzfristigen Rückaufvereinbarungen unter variablen Zinssätzen kauft.

Dies allerdings nur befristet, denn für einen Zeitraum erhaltenn die Geschäftsbanken das Geld zurück plus Zinsen. Für die Zeit, bis sie das Geld zurückbekommen, wird ihre Liquidität reduziert. Somit wird auch das Kreditvolumen in der Volkswirtschaft reduziert. Der Sinn aus volkswirtschaftlicher Sicht ist, dass das Geldvolumen nicht in unüberschaubarer Weite ausweiten zu lassen, um die Inflation zu bekämpfen und Investitionen einzudämmen.

Die Offenmarktgeschäfte sind die wichtigsten Instrumente der Europäischen Zentralbank und bilden den Mittelpunkt der Geldpolitik des sogenannten ESZB.

Sie dienen zur Steuerung folgender Instrumente:

  • der Zinsen
  • der Liquiditätslange
  • Aufzeigen des geldpolitischen Kurses.

Durch die Offenmarktgeschäfte erhalten die Geschäftsbanken den Großteil ihres Geldes gegen die Verpfändung von Sicherheiten (z. B. Wertpapiere). Die Initiative zu Offenmarktgeschäften geht von der EZB aus.