Home » Wirtschaftspolitik » EZB Aufgaben

Aufgaben und Ziele der EZB – Einleitende Darstellung

Die Aufgaben und Ziele der EZB sind sehr vielfältig gestrickt und auch durch Verträge fest in ihren Prinzipien verankert. Sie wurden seit 1992, wo sie erstmals im Vertrag von Maastricht festgelegt wurden, mehrfach manifestiert.

Man muss ganz klar sagen, dass die EZB keine gewöhnliche Bank ist, sondern die Geldpolitik eines Landes führen muss. Dies ist nämlich der wichtigste Fakt aus denen sich die Ziele und wesentlichen Aufgaben der EZB ableiten. Als oberstes Ziel der EZB kann die Preisstabilität genannt werden.

Die Ziele der EZB im Überblick

Man spricht auch davon, dass die EZB Inflation in einem überschaubarem Ausmaß halten muss. Dabei gilt es, große Schwankungen des Geldwertes zu vermeiden. Die EZB ist somit die oberste Hüterin des Geldwertes. Geld ist eigentlich nichts anderes als Papier oder Metall. Solange aber die Öffentlichkeit das Vertrauen in die Währung besitzt, ist der Wert der Banknoten und Bankmünzen unerheblich. Sie erlangen ihren Wert allein schon deshalb, da sie als Tauschmittel akzeptiert werden. Dies war nicht immer der Fall. Daher ist die EZB sehr wohl bedacht die angestrebte Preisstabilität zu erreichen und die Glaubwürdigkeit in die Währung herzustellen.

Die EZB gewährleistet auch das reibungslose Funktionieren aller Zahlungssysteme im gesamten Euro Raum. Damit Transaktionen zwischen Banken und Kunden auch rasch und effektiv durchgeführt werden können. Bei all ihren Aufgaben arbeitet die EZB eng mit den nationalen Zentralbanken zusammen. Gemeinsam bilden sie das sogenannte Euro System. Die Mitglieder des Euro Systems treffen sich regelmäßig in einer Reihe von Ausschüssen in denen Experten von der EZB und den nationalen Zentralbanken vertreten sind, um ihre Aktivitäten zu koordinieren und zu erörtern.

Die nationalen Zentralbanken sind auch die Anteilseigner der EZB. Bei der Verteilung der Stimmen werden vor allem die Bevölkerungszahl und das BIP berücksichtigt. Dies bedeutet aber nicht dass größere Mitgliedsstaaten bei Entscheidungen mehr Mitspracherecht haben als kleinere Staaten. Die EZB ist eine supranationale Institution. Ihre Mitarbeiter und auch jene des Direktoriums sollen nicht die Interessen einzelner Staaten bevorzugen. Entscheidungen sollen im Interesse aller Bürger des Euro Raumes getätigt werden.

Der Vertrag über die europäische Union hat vorgesehen, dass der Euro Raum über stabile Preise verfügen muss und zwar weit lange vor der Euro Einführung.

Die Aufgaben der EZB im Detail geschildert

Die grundlegenden Aufgaben finden sich in Art 127 des AEU Vertrages.

  • Festlegung und Durchführung der Geldpolitik
  • Durchführung von Devisengeschäften,
  • Verwaltung der offiziellen Währungsreserven der Mitgliedstaaten
  • Versorgung der Volkswirtschaftmit Geld, insbesondere die Förderung eines reibungslosen Zahlungsverkehrs.

Die EZB hat darüber hinaus weitere Aufgaben:

  • Genehmigung der Ausgabe des Euro-Papiergeldes, die Ausgabe selbst erfolgt durch die nationalen Zentralbanken,
  • Aufsicht über Kreditinstituteund Beitrag zur Stabilität der Finanzmärkte,
  • Beratung der Gemeinschaft und nationaler Behörden, Zusammenarbeit mit anderen internationalen und europäischen Organen,
  • Sammlung der für die Erfüllung ihrer Aufgaben notwendigen statistischen Daten,
  • Erstellung einer Zentralbanklizenz.