Umsatz- und Absatzplanung im Controlling: Methoden, Beispiel und Verbindung zur Deckungsbeitragsrechnung

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Die Umsatz- und Absatzplanung ist ein zentrales Instrument des operativen Controllings. Sie bildet die Grundlage für alle weiteren Teilpläne wie Produktions-, Personal- und Finanzplanung. Ohne realistische Umsatzplanung kann kein Gesamtbudget aufgestellt werden. Mehr zur Unternehmensplanung im Artikel Unternehmensplanung: Strategische und operative Planung.

Was ist die Umsatzplanung?

Die Umsatzplanung legt fest, welche Umsatzerlöse ein Unternehmen in einem Planungszeitraum erzielen soll. Sie ist Teil des Gesamtbudgets und basiert auf Absatzmengen, Preisen und dem Produktmix. Die Absatzplanung bestimmt die geplanten Verkaufsmengen je Produkt und Vertriebskanal.

Unterschied: Absatz- und Umsatzplanung

Merkmal Absatzplanung Umsatzplanung
Gegenstand Mengen (Stück, Einheiten) Werte (Euro)
Formel Geplante Absatzmenge je Produkt Absatzmenge × Verkaufspreis
Einflussfaktoren Markt, Wettbewerb, Saisonalität Preispolitik, Rabattgewährung, Währung

Methoden der Umsatzplanung

  • Top-down-Planung: Die Unternehmensleitung gibt einen Umsatz-Zielwert vor, der auf die Bereiche heruntergebrochen wird
  • Bottom-up-Planung: Vertriebsmitarbeiter planen ihre eigenen Umsätze, die dann aggregiert werden
  • Gegenstromverfahren: Kombination aus beiden – Vorgabe vom Management, Präzisierung durch Vertrieb
  • Trendextrapolation: Hochrechnung auf Basis historischer Umsatzdaten
  • Marktanteilsplanung: Umsatz = Marktvolumen × geplanter Marktanteil

Beispiel: Umsatzplan für Produkt A und B

Produkt Geplante Menge Listenpreis Ø-Rabatt Netto-Preis Umsatz netto
Produkt A 5.000 Stk. 120 € 10 % 108 € 540.000 €
Produkt B 3.000 Stk. 200 € 5 % 190 € 570.000 €
Gesamt 8.000 Stk. 1.110.000 €

Umsatzplanung und Deckungsbeitragsrechnung

Der geplante Umsatz ist Ausgangspunkt der Deckungsbeitragsrechnung: Geplanter Umsatz − geplante variable Kosten = geplanter Deckungsbeitrag I. Daraus leiten sich Solldeckungsbeiträge für Produkte und Vertriebsregionen ab, die im Controlling als Zielgrößen verwendet werden.

Verkaufsplanung nach Vertriebskanal

Eine differenzierte Umsatzplanung schlüsselt den Gesamtumsatz nach Vertriebskanälen auf: Direktvertrieb, Handel, Online-Kanal, Export. Dies ermöglicht kanalspezifisches Controlling und gezielte Steuerung.

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Prüfungstipp: Umsatzplanung = Mengenplanung × Preisplanung. In Abweichungsanalysen werden später Mengenabweichung (Istmenge vs. Planmenge) und Preisabweichung (Istpreis vs. Planpreis) getrennt analysiert.

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