Abschlusskonto und Eröffnungsbilanz: Übungsaufgaben

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Abschlusskonto Aufgaben mit Lösungen – das Abschlusskonto und die Eröffnungsbilanz gehören zu den grundlegenden Abschlussbuchungen in der doppelten Buchführung. Dieser Artikel erklärt den Periodenabschluss anhand vollständiger Übungsaufgaben mit Musterlösungen für kaufmännische Ausbildung und BWL-Studium.

Was ist das Abschlusskonto? Definition

Das Schlussbilanzkonto (SBK) dient dem Abschluss aller Bestandskonten (Aktiv- und Passivkonten) am Ende einer Buchungsperiode. Die Schlussbestände der Bestandskonten werden auf das SBK übertragen und bilden die Schlussbilanz. Das Eröffnungsbilanzkonto (EBK) wird zu Beginn der neuen Periode genutzt, um die Anfangsbestände zu eröffnen.

Der Abschlusskreislauf

Schritt Was passiert? Buchungsformel
1. Aufwands-/Ertragskonten abschließen Saldo über GuV-Konto z. B. GuV an Mietaufwand
2. GuV-Konto abschließen Ergebnis auf Eigenkapital GuV an Eigenkapital (Gewinn)
3. Bestandskonten abschließen Schlussbestände auf SBK z. B. Kasse an SBK
4. Neue Periode eröffnen EBK eröffnet AB auf Konten z. B. Kasse an EBK

Aufgabe 1: Bestandskonten abschließen und SBK aufstellen

Aufgabe: Folgende Schlussbestände liegen am 31.12. vor:
Kasse: 3.000 €, Bank: 12.000 €, Forderungen LuL: 8.000 €, Waren: 15.000 €, Maschinen: 40.000 €, Eigenkapital: ?, Verbindlichkeiten LuL: 10.000 €, Bankdarlehen: 28.000 €
Stelle das Schlussbilanzkonto auf und berechne das Eigenkapital.

Musterlösung:

SBK – Aktiva SBK – Passiva
Maschinen 40.000 Eigenkapital 40.000
Waren 15.000 Bankdarlehen 28.000
Forderungen LuL 8.000 Verbindlichkeiten LuL 10.000
Bank 12.000
Kasse 3.000
Summe 78.000 Summe 78.000

EK = 78.000 – 28.000 – 10.000 = 40.000 €

Aufgabe 2: Abschlussbuchungen für ein Bestandskonto

Aufgabe: Kassenkonto: Anfangsbestand 2.500 €, Einnahmen 8.000 €, Ausgaben 5.500 €. Schlussbestandsbuchung?

Musterlösung:
Schlussbestand Kasse = 2.500 + 8.000 – 5.500 = 5.000 €
Buchung: Schlussbilanzkonto (SBK) 5.000 € an Kasse 5.000 €
(Aktivkonto wird auf der Habenseite durch SBK abgeschlossen)

Aufgabe 3: Eröffnungsbilanz und Eröffnungsbuchungen

Aufgabe: Aus der Schlussbilanz: Kasse 5.000 €, Bank 15.000 €, EK 12.000 €, Verbindlichkeiten 8.000 €. Welche Eröffnungsbuchungen werden zum 1.1. des Folgejahres vorgenommen?

Musterlösung:
Kasse 5.000 € an EBK 5.000 €
Bank 15.000 € an EBK 15.000 €
EBK 12.000 € an Eigenkapital 12.000 €
EBK 8.000 € an Verbindlichkeiten 8.000 €
Aktivkonten werden über EBK eröffnet (Soll), Passivkonten durch EBK (Haben).

Aufgabe 4: Buchungssatz GuV-Abschluss

Aufgabe: Das GuV-Konto weist folgende Salden auf: Gesamterträge 120.000 €, Gesamtaufwendungen 95.000 €. Abschlussbuchung?

Musterlösung:
Jahresüberschuss = 120.000 – 95.000 = 25.000 €
Buchung: GuV 25.000 € an Eigenkapital 25.000 €

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen SBK und Schlussbilanz?

Das SBK ist das Buchungskonto, auf dem die Schlussbestände aller Bestandskonten gesammelt werden. Die Schlussbilanz ist die aufbereitete, nach HGB gegliederte Darstellung dieser Bestände – das fertige Jahresabschlussdokument. Das SBK ist also die buchhalterische Grundlage der Schlussbilanz.

Warum hat das GuV-Konto keinen Schlussbestand im SBK?

Das GuV-Konto ist ein Erfolgskonto, kein Bestandskonto. Es wird nicht ins SBK, sondern über das Eigenkapitalkonto abgeschlossen. Das Ergebnis (Gewinn oder Verlust) verändert das Eigenkapital, das dann im SBK ausgewiesen wird.

Fazit

Das Schlussbilanz- und Eröffnungsbilanzkonto sind das buchhalterische Bindeglied zwischen zwei Geschäftsjahren. Wer den Kreislauf von Eröffnung, laufender Buchung und Abschluss versteht und die Abschlussbuchungen sicher beherrscht, hat das Fundament der doppelten Buchführung vollständig durchdrungen.

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