Nominaler Preis: Definition, Unterschied zum realen Preis & Beispiel

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Der nominale Preis ist der in aktuellen Geldeinheiten ausgedrückte Preis einer Ware oder Dienstleistung, ohne dass dabei die Inflation herausgerechnet wird. Er gibt schlicht an, wie viele Euro (oder eine andere Währung) heute tatsächlich auf dem Preisschild stehen. Weil der nominale Preis die Geldwertentwicklung nicht berücksichtigt, eignet er sich nur eingeschränkt für Vergleiche über längere Zeiträume hinweg.

Was ist der nominale Preis?

Unter dem nominalen Preis versteht man in der Volkswirtschaftslehre den unmittelbar beobachtbaren Marktpreis eines Gutes zu einem bestimmten Zeitpunkt. Es handelt sich um den Betrag, den ein Käufer tatsächlich bezahlt, ausgedrückt in laufenden Geldeinheiten des jeweiligen Jahres. Steigt im Laufe der Zeit das allgemeine Preisniveau, kann der nominale Preis zunehmen, obwohl sich an der eigentlichen Knappheit oder am Wert des Gutes nichts geändert hat.

Der nominale Preis ist damit ein Geldbetrag ohne Kaufkraftkorrektur. Wer beispielsweise die Lohnentwicklung, Mieten oder Rohstoffpreise mehrerer Jahre vergleicht, erhält ein verzerrtes Bild, wenn er ausschließlich auf nominale Werte schaut. Um den tatsächlichen wirtschaftlichen Gehalt zu beurteilen, muss der nominale Preis um die Inflation bereinigt werden.

Nominaler vs. realer Preis

Der entscheidende Gegenbegriff ist der reale Preis. Er gibt die Kaufkraft eines Preises an, also was man für den Geldbetrag tatsächlich erhält, gemessen an einem festen Basisjahr.

  • Nominaler Preis: in aktuellen Geldeinheiten ausgedrückt, enthält die Inflation, direkt am Markt ablesbar.
  • Realer Preis: um die Preisniveauänderung bereinigt, gibt die echte Kaufkraft wieder und ist über die Zeit vergleichbar.
  • Inflationsbereinigung: erfolgt mithilfe eines Preisindex, etwa des Verbraucherpreisindex (VPI), der das durchschnittliche Preisniveau abbildet.
  • Aussagekraft: Nur reale Preise erlauben einen sinnvollen Vergleich von Werten verschiedener Jahre, da sie die Geldentwertung herausrechnen.

Steigt der nominale Preis genauso stark wie das allgemeine Preisniveau, bleibt der reale Preis unverändert. Erst wenn der nominale Preis stärker oder schwächer steigt als die Inflation, verändert sich auch der reale Preis.

Beispiel

Ein Produkt kostete im Basisjahr 2015 nominal 100 Euro. Im Jahr 2025 liegt der nominale Preis bei 130 Euro. Auf den ersten Blick wirkt das Gut um 30 Prozent teurer. Doch in dieser Zeit ist auch das allgemeine Preisniveau gestiegen: Der Preisindex kletterte von 100 (2015) auf 120 (2025).

Zur Umrechnung des nominalen in den realen Preis gilt:

Realer Preis = nominaler Preis / Preisindex × 100

Eingesetzt ergibt sich für 2025:

Realer Preis = 130 Euro / 120 × 100 = 108,33 Euro (in Preisen von 2015).

Das bedeutet: In tatsächlicher Kaufkraft ist das Produkt nicht um 30 Prozent, sondern nur um rund 8,3 Prozent teurer geworden. Der überwiegende Teil der nominalen Preissteigerung erklärt sich allein durch die Inflation.

Häufige Fragen zum nominalen Preis

Was ist der Unterschied zwischen nominalem und realem Preis?

Der nominale Preis ist der aktuelle Marktpreis in laufenden Geldeinheiten und enthält die Inflation. Der reale Preis ist um die Preisniveauänderung bereinigt und gibt die tatsächliche Kaufkraft wieder. Nur reale Preise sind über mehrere Jahre vergleichbar.

Wie rechnet man einen nominalen Preis in einen realen Preis um?

Man teilt den nominalen Preis durch den Preisindex des Betrachtungsjahres und multipliziert das Ergebnis mit 100. Als Preisindex dient meist der Verbraucherpreisindex bezogen auf ein Basisjahr.

Warum ist der nominale Preis allein wenig aussagekräftig?

Weil er die Geldentwertung nicht berücksichtigt. Ein steigender nominaler Preis kann ausschließlich auf Inflation beruhen, ohne dass das Gut real teurer geworden ist. Für aussagekräftige Zeitvergleiche braucht es deshalb den realen Preis.

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