Arbeit bezeichnet die zielgerichtete, planmäßige Tätigkeit des Menschen zur Herstellung von Gütern und zur Erbringung von Dienstleistungen. In der Volks- und Betriebswirtschaftslehre zählt die Arbeit zu den klassischen Produktionsfaktoren und ist eine unverzichtbare Voraussetzung für die Leistungserstellung in jeder Wirtschaft.
Inhaltsverzeichnis
Was ist Arbeit?
Arbeit umfasst alle körperlichen und geistigen Anstrengungen, die der Mensch einsetzt, um wirtschaftliche Werte zu schaffen. Sie verbindet die übrigen Produktionsfaktoren miteinander, indem sie Werkstoffe bearbeitet und Betriebsmittel bedient. Ohne menschliche Arbeit könnten weder Rohstoffe verarbeitet noch Maschinen sinnvoll genutzt werden. In der Betriebswirtschaftslehre wird Arbeit häufig in die ausführende (objektbezogene) und die leitende (dispositive) Arbeit unterschieden. Die ausführende Arbeit umfasst die unmittelbare Tätigkeit am Produkt, während die dispositive Arbeit die Planung, Organisation und Kontrolle des betrieblichen Geschehens betrifft. Daneben lässt sich Arbeit nach dem Grad der körperlichen oder geistigen Beanspruchung sowie nach dem Ausbildungs- und Qualifikationsniveau unterscheiden. Mit dem technischen Fortschritt verschiebt sich der Schwerpunkt zunehmend von rein körperlicher hin zu geistiger und qualifizierter Arbeit, da viele ausführende Tätigkeiten von Maschinen und Automaten übernommen werden.
Arbeit als Produktionsfaktor
In der volkswirtschaftlichen Betrachtung steht die Arbeit neben Boden und Kapital als einer der drei ursprünglichen Produktionsfaktoren. Die Betriebswirtschaftslehre gliedert die betrieblichen Produktionsfaktoren etwas anders:
- Arbeit: die menschliche Leistung, unterteilt in ausführende und dispositive Tätigkeit.
- Betriebsmittel: Maschinen, Gebäude und Werkzeuge, die der Produktion dienen.
- Werkstoffe: Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe, die in das Produkt eingehen.
Die menschliche Arbeit nimmt dabei eine Sonderstellung ein, weil sie die anderen Faktoren steuert und kombiniert und damit den eigentlichen Wertschöpfungsprozess in Gang setzt.
Arbeit und Entlohnung
Für geleistete Arbeit erhalten die Beschäftigten ein Entgelt in Form von Lohn oder Gehalt. Aus Sicht des Unternehmens stellen diese Personalkosten Aufwand dar, der den Erfolg mindert. Die Höhe des Entgelts richtet sich unter anderem nach Qualifikation, Verantwortung und der Knappheit bestimmter Arbeitskräfte am Arbeitsmarkt. Im Rechnungswesen werden die Personalkosten als wesentlicher Kostenblock erfasst und in der Kostenrechnung den einzelnen Kostenstellen und Kostenträgern zugeordnet, um die Wirtschaftlichkeit des Faktors Arbeit beurteilen zu können.
Häufige Fragen zur Arbeit
Welche Arten von Arbeit unterscheidet man?
Man unterscheidet vor allem zwischen ausführender (objektbezogener) Arbeit am Produkt und dispositiver (leitender) Arbeit, die Planung, Organisation und Kontrolle umfasst.
Warum gilt Arbeit als Produktionsfaktor?
Arbeit ist notwendig, um Werkstoffe zu bearbeiten und Betriebsmittel einzusetzen. Sie verbindet die übrigen Faktoren und ermöglicht so überhaupt erst die Erstellung von Gütern und Dienstleistungen. Ohne den steuernden und kombinierenden Einsatz menschlicher Arbeit blieben Boden, Kapital und Betriebsmittel ungenutzt und könnten keinen wirtschaftlichen Wert hervorbringen.
Wie werden die Kosten der Arbeit im Rechnungswesen erfasst?
Die für Arbeit gezahlten Löhne und Gehälter werden als Personalaufwand gebucht und in der Kostenrechnung den Kostenstellen und Kostenträgern zugeordnet, um die Wirtschaftlichkeit zu beurteilen.