Prozesskostenrechnung: Grundlagen und Unterschied zur Zuschlagskalkulation

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Die Prozesskostenrechnung (PKR) ist ein modernes Verfahren der Kostenrechnung, das als Alternative zur klassischen Zuschlagskalkulation entwickelt wurde. Sie eignet sich besonders für Unternehmen mit hohem Gemeinkostenanteil, da sie Gemeinkosten verursachungsgerechter auf die Produkte verteilt.

Während der Betriebsabrechnungsbogen Gemeinkosten pauschal nach Kostenstellen verteilt, orientiert sich die Prozesskostenrechnung an den tatsächlichen Aktivitäten (Prozessen) im Unternehmen. Die KLR-Grundlagen bilden die Basis für das Verständnis beider Verfahren.

Grundbegriffe der Prozesskostenrechnung

Begriff Erläuterung
Prozess Wiederkehrende betriebliche Aktivität (z. B. Bestellung aufnehmen)
Kostentreiber (Cost Driver) Maßgröße für den Prozess (z. B. Anzahl Bestellungen)
Prozesskostensatz Prozesskosten ÷ Prozessmenge
lmi-Prozess leistungsmengeninduziert: Kosten variieren mit Prozessmenge
lmn-Prozess leistungsmengenneutral: Kosten sind fix (z. B. Abteilungsleitung)

Vergleich: Zuschlagskalkulation vs. Prozesskostenrechnung

Der wesentliche Unterschied liegt in der Verteilung der Gemeinkosten: Bei der Zuschlagskalkulation erfolgt die Verteilung über pauschale Zuschlagsätze auf Basis von Einzelkosten. Die Prozesskostenrechnung hingegen verwendet prozessbezogene Kostentreiber und liefert so eine genauere Abbildung des tatsächlichen Ressourcenverbrauchs – besonders wichtig bei einer Vielzahl von Produktvarianten.

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Lernhinweis: Die Prozesskostenrechnung wird im Studium oft in höheren Semestern behandelt. Achte besonders auf den Unterschied zwischen lmi- und lmn-Prozessen – dieser Unterschied ist prüfungsrelevant und wird gerne als Multiple-Choice-Frage abgefragt.

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