Umsatz: Definition, Berechnung und Abgrenzung zum Gewinn

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Der Umsatz – auch Umsatzerlös genannt – bezeichnet die Summe aller Erlöse, die ein Unternehmen innerhalb eines bestimmten Zeitraums aus dem Verkauf von Waren und Dienstleistungen erzielt. Er ist eine der wichtigsten betriebswirtschaftlichen Kennzahlen und steht in der Gewinn- und Verlustrechnung an zentraler Stelle. Der Umsatz allein sagt allerdings noch nichts über den wirtschaftlichen Erfolg eines Unternehmens aus, da er die Kosten unberücksichtigt lässt.

Was ist Umsatz?

Der Umsatz ergibt sich aus dem Produkt von Absatzmenge und Verkaufspreis. Verkauft ein Unternehmen beispielsweise 1.000 Produkte zu einem Preis von je 50 Euro, beträgt der Umsatz 50.000 Euro. Maßgeblich für die betriebswirtschaftliche Betrachtung ist der Netto-Umsatz, also der Betrag ohne Umsatzsteuer, da die Umsatzsteuer lediglich ein durchlaufender Posten ist, den das Unternehmen für das Finanzamt einzieht.

Die einfache Formel zur Berechnung lautet:

  • Umsatz = Verkaufspreis × Absatzmenge

Häufig wird zwischen Bruttoumsatz und Nettoumsatz unterschieden. Vom Bruttoumsatz werden Erlösschmälerungen wie Rabatte, Skonti und Retouren abgezogen, um zum Nettoumsatz zu gelangen. Dieser bereinigte Wert spiegelt die tatsächlich erzielten Erlöse besser wider und dient als Ausgangsgröße für viele weitere Kennzahlen wie die Umsatzrendite.

Buchung des Umsatzes

Beim Verkauf auf Ziel entsteht eine Forderung gegenüber dem Kunden. Ein typischer Buchungssatz für einen Verkauf von 1.000 Euro netto zuzüglich 19 % Umsatzsteuer lautet:

  • Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.190 EUR an Umsatzerlöse 1.000 EUR und Umsatzsteuer 190 EUR

Die Umsatzerlöse werden auf einem Ertragskonto gebucht und fließen am Jahresende in die Gewinn- und Verlustrechnung ein. Die vereinnahmte Umsatzsteuer ist eine Verbindlichkeit gegenüber dem Finanzamt und wird im Rahmen der Umsatzsteuervoranmeldung abgeführt. Bei einem Barverkauf träte an die Stelle der Forderung das Konto „Kasse“ oder „Bank“.

Abgrenzung zum Gewinn

Umsatz und Gewinn werden häufig verwechselt, sind aber klar zu unterscheiden. Der Umsatz beschreibt allein die Einnahmen aus Verkäufen, ohne Kosten zu berücksichtigen. Erst wenn von den Umsatzerlösen sämtliche Aufwendungen wie Material-, Personal-, Miet- und Verwaltungskosten abgezogen werden, ergibt sich der Gewinn. Ein hoher Umsatz bedeutet daher nicht automatisch ein profitables Unternehmen, denn entscheidend ist, was nach Abzug aller Kosten übrig bleibt. Ein Unternehmen kann sogar bei steigendem Umsatz Verluste schreiben, wenn die Kosten überproportional wachsen.

Häufige Fragen zum Umsatz

Was ist der Unterschied zwischen Umsatz und Gewinn?

Der Umsatz ist die Summe aller Verkaufserlöse, der Gewinn ist der Betrag, der nach Abzug aller Kosten vom Umsatz übrig bleibt.

Gehört die Umsatzsteuer zum Umsatz?

Nein. Maßgeblich für die betriebswirtschaftliche Betrachtung ist der Netto-Umsatz ohne Umsatzsteuer. Die Umsatzsteuer ist ein durchlaufender Posten, der an das Finanzamt abgeführt wird.

Wie berechnet man den Umsatz?

Der Umsatz berechnet sich, indem die verkaufte Menge mit dem jeweiligen Verkaufspreis multipliziert und über alle Produkte aufsummiert wird.

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