Deckungsbeitrag berechnen: Aufgaben mit Lösung

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Deckungsbeitrag Aufgaben mit Lösung – der Deckungsbeitrag ist ein zentrales Instrument der Teilkostenrechnung und zeigt, wie viel ein Produkt oder eine Dienstleistung zur Deckung der Fixkosten und zur Gewinnerzielung beiträgt. Dieser Artikel bietet praxisnahe Übungsaufgaben mit vollständigen Musterlösungen für BWL-Studium, Ausbildung und Prüfungsvorbereitung.

Was ist der Deckungsbeitrag? Definition

Der Deckungsbeitrag (DB) ist die Differenz zwischen Erlösen und variablen Kosten. Er gibt an, welcher Betrag nach Abzug der variablen Kosten zur Deckung der Fixkosten und – nach vollständiger Fixkostendeckung – zur Gewinnerzielung verbleibt. Man unterscheidet den Stückdeckungsbeitrag (db) und den Gesamtdeckungsbeitrag (DB).

Formeln im Überblick

Größe Formel Bedeutung
Stück-DB (db) p – kv Preis minus variable Stückkosten
Gesamt-DB (DB) db × x Stück-DB × Absatzmenge
Gewinn DB – Kf Gesamtdeckungsbeitrag minus Fixkosten
Break-Even-Menge Kf / db Menge bei Gewinn = 0
DB-Verhältnis db / p × 100 DB als Prozentsatz vom Preis

Aufgabe 1: Einstufige Deckungsbeitragsrechnung

Aufgabe: Ein Unternehmen produziert ein Produkt mit folgende Daten:
Verkaufspreis: 80 €/Stück, variable Kosten: 55 €/Stück, Fixkosten: 75.000 €, Absatzmenge: 4.000 Stück.
Berechne: a) Stückdeckungsbeitrag, b) Gesamtdeckungsbeitrag, c) Betriebsergebnis, d) Break-Even-Menge.

Musterlösung:
a) db = 80 – 55 = 25 €/Stück
b) DB = 25 × 4.000 = 100.000 €
c) Gewinn = 100.000 – 75.000 = 25.000 €
d) Break-Even = 75.000 / 25 = 3.000 Stück

Aufgabe 2: Mehrstufige Deckungsbeitragsrechnung

Aufgabe: Ein Unternehmen hat zwei Produkte A und B:

Position Produkt A Produkt B Gesamt
Umsatz 200.000 € 150.000 € 350.000 €
Variable Kosten 120.000 € 100.000 € 220.000 €
DB I 80.000 € 50.000 € 130.000 €
Produktfixkosten 30.000 € 20.000 € 50.000 €
DB II 50.000 € 30.000 € 80.000 €
– Unternehmensgemeinkosten 60.000 €
= Betriebsergebnis 20.000 €

Aufgabe 3: Optimales Produktionsprogramm bei Engpass

Aufgabe: Zwei Produkte konkurrieren um eine Engpassmaschine mit 10.000 Maschinenstunden (MStd):
Produkt X: db = 40 €, Maschinenstunden je Stück = 2 MStd
Produkt Y: db = 30 €, Maschinenstunden je Stück = 1 MStd
Welches Produkt soll bevorzugt werden?

Musterlösung:
DB je Engpasseinheit: X = 40 / 2 = 20 €/MStd | Y = 30 / 1 = 30 €/MStd
Produkt Y hat den höheren relativen Deckungsbeitrag je Engpasseinheit und soll bevorzugt produziert werden.

Aufgabe 4: Preisuntergrenze

Aufgabe: Variable Kosten = 35 €/Stück. Was ist die kurzfristige Preisuntergrenze?

Musterlösung:
Kurzfristige Preisuntergrenze = variable Kosten = 35 €/Stück
Unterhalb dieses Preises würde jede verkaufte Einheit einen negativen Deckungsbeitrag erwirtschaften und den Verlust vergrößern.

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen DB I und DB II?

In der mehrstufigen Deckungsbeitragsrechnung wird DB I nach Abzug der variablen Kosten ermittelt. DB II ergibt sich durch weiteren Abzug produktfixer Kosten (z. B. für eine bestimmte Produktlinie). Diese Stufung erlaubt eine differenziertere Analyse der Produktrentabilität.

Was sagt das Deckungsbeitragsverhältnis aus?

Das DB-Verhältnis (auch: Deckungsgrad) gibt an, wie viel Prozent des Umsatzes zur Deckung von Fixkosten und Gewinn verbleiben. Ein Wert von 30 % bedeutet: Von jedem Euro Umsatz bleiben 30 Cent, nachdem die variablen Kosten gedeckt sind.

Fazit

Der Deckungsbeitrag ist ein unverzichtbares Steuerungsinstrument im Controlling und regelmäßiges Klausurthema. Die Grundformel (Umsatz minus variable Kosten) ist einfach; anspruchsvoller wird es bei Engpasssituationen und mehrstufiger Rechnung. Die vier Aufgaben dieses Artikels decken alle prüfungsrelevanten Varianten ab.

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