Break-Even-Punkt berechnen: Formel, Menge & Umsatz

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Der Break-Even-Punkt (Gewinnschwelle) ist die Absatzmenge, bei der ein Unternehmen weder Gewinn noch Verlust erzielt. An diesem Punkt decken die Erlöse exakt die gesamten Kosten. Die Break-Even-Analyse gehört zu den wichtigsten Instrumenten der Kostenrechnung, der Preispolitik und der Investitionsplanung.

Was ist der Break-Even-Punkt?

Am Break-Even-Punkt sind Gesamterlöse und Gesamtkosten gleich groß: Der Gewinn beträgt null. Wird eine Einheit mehr verkauft, entsteht Gewinn; wird eine Einheit weniger verkauft, entsteht Verlust. Grundlage ist die Trennung in Fixkosten, die unabhängig von der Ausbringungsmenge anfallen, und variable Kosten, die mit jeder produzierten Einheit steigen. Der Verkaufspreis abzüglich der variablen Stückkosten ergibt den Deckungsbeitrag pro Stück, der zunächst zur Deckung der Fixkosten und danach zum Gewinn beiträgt. Grafisch ist der Break-Even-Punkt der Schnittpunkt der Erlös- mit der Gesamtkostenkurve.

Formel für Menge und Umsatz

Die Break-Even-Menge berechnet sich als:

  • Break-Even-Menge = Fixkosten / (Preis − variable Stückkosten)
  • oder: Fixkosten / Deckungsbeitrag pro Stück

Den zugehörigen Break-Even-Umsatz erhält man durch Multiplikation mit dem Verkaufspreis:

  • Break-Even-Umsatz = Break-Even-Menge × Preis

Alternativ lässt sich der Break-Even-Umsatz über die Formel Fixkosten geteilt durch die Deckungsbeitragsquote bestimmen, wenn keine Stückgrößen, sondern nur Umsatzanteile bekannt sind.

Rechenbeispiel

Ein Unternehmen hat folgende Daten:

  • Fixkosten: 50.000 €
  • Verkaufspreis je Stück: 40 €
  • Variable Kosten je Stück: 15 €

Der Deckungsbeitrag pro Stück beträgt 40 € − 15 € = 25 €.

  • Break-Even-Menge = 50.000 € / 25 € = 2.000 Stück
  • Break-Even-Umsatz = 2.000 × 40 € = 80.000 €

Ab dem 2.001. verkauften Stück erwirtschaftet das Unternehmen Gewinn. Jede weitere Einheit trägt mit ihrem Deckungsbeitrag von 25 € vollständig zum Gewinn bei, weil die Fixkosten bereits gedeckt sind. Der Abstand zwischen geplanter und Break-Even-Menge wird als Sicherheitsabstand bezeichnet und zeigt, wie stark der Absatz sinken darf, bevor Verluste entstehen.

Die Break-Even-Analyse liefert wertvolle Erkenntnisse für unternehmerische Entscheidungen. So lässt sich berechnen, wie sich eine Preissenkung, steigende Fixkosten oder höhere variable Kosten auf die Gewinnschwelle auswirken. Sinkt etwa der Verkaufspreis, wird der Deckungsbeitrag kleiner und die Break-Even-Menge steigt – das Unternehmen muss mehr verkaufen, um seine Kosten zu decken. Umgekehrt senkt eine Reduzierung der Fixkosten die Gewinnschwelle. Die Analyse eignet sich damit auch als Instrument der Planung und Simulation verschiedener Szenarien. Zu beachten sind allerdings ihre Annahmen: Sie unterstellt konstante Preise, eine lineare Kostenentwicklung und einen festen Produktmix. In der Realität ändern sich diese Größen, weshalb die Break-Even-Analyse als Orientierung, nicht als exakte Prognose zu verstehen ist. Bei mehreren Produkten wird sie über den durchschnittlichen Deckungsbeitrag oder die Deckungsbeitragsquote erweitert.

Häufige Fragen zum Break-Even-Punkt

Was sagt der Break-Even-Punkt aus?

Er zeigt die Mindestmenge oder den Mindestumsatz, den ein Unternehmen erreichen muss, um seine Kosten zu decken. Erst oberhalb dieser Schwelle entsteht Gewinn.

Wie berechnet man den Break-Even-Punkt in Stück?

Man teilt die Fixkosten durch den Deckungsbeitrag pro Stück, also durch die Differenz aus Verkaufspreis und variablen Stückkosten.

Was passiert unterhalb des Break-Even-Punkts?

Unterhalb der Gewinnschwelle reichen die Deckungsbeiträge nicht aus, um die Fixkosten zu decken – das Unternehmen macht Verlust. Oberhalb erwirtschaftet es Gewinn.

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