Divisionskalkulation: Einstufig, mehrstufig und mit Äquivalenzziffern

Home » Divisionskalkulation: Einstufig, mehrstufig und mit Äquivalenzziffern

Die Divisionskalkulation ist das einfachste Kalkulationsverfahren der Kostenträgerrechnung. Sie eignet sich besonders für Unternehmen, die nur ein Produkt oder einheitliche Massengüter herstellen. Im Unterschied zur Zuschlagskalkulation werden die Gesamtkosten einfach durch die Produktionsmenge geteilt.

Überblick: Kalkulationsverfahren

Verfahren Einsatzgebiet Prinzip
Einstufige Divisionskalkulation Einproduktunternehmen, keine Lagerveränderung Gesamtkosten / Menge
Mehrstufige Divisionskalkulation Mehrere Fertigungsstufen Kosten je Stufe / Menge der Stufe
Äquivalenzziffernkalkulation Artverwandte Produkte Gewichtung über Verhältniszahlen
Zuschlagskalkulation Mehrproduktunternehmen Zuschlagssätze auf Einzelkosten

Einstufige Divisionskalkulation

Stückkosten = Gesamtkosten / Produktionsmenge

Beispiel: Ein Zementwerk produziert 50.000 Tonnen Zement. Die Gesamtkosten betragen 2.000.000 €.

Stückkosten = 2.000.000 / 50.000 = 40 € pro Tonne

Mehrstufige Divisionskalkulation

Bei mehreren Fertigungsstufen mit unterschiedlichen Mengen (z. B. durch Ausschuss oder Lagerveränderungen):

Beispiel:

Stufe Kosten Menge Stückkosten
Fertigung 300.000 € 10.000 Stück 30,00 €
Verpackung 40.000 € 8.000 Stück 5,00 €
Verwaltung & Vertrieb 56.000 € 8.000 Stück 7,00 €

Selbstkosten je Stück = 30,00 + 5,00 + 7,00 = 42,00 €

Äquivalenzziffernkalkulation

Bei artverwandten Produkten, die sich z. B. nur in der Größe unterscheiden, werden Äquivalenzziffern verwendet:

Beispiel: Eine Brauerei stellt drei Bierflaschengrößen her. Gesamtkosten: 500.000 €.

Produkt Menge ÄZ Recheneinheiten (RE) Stückkosten
0,33l Flasche 200.000 0,7 140.000 1,40 €
0,5l Flasche 150.000 1,0 150.000 2,00 €
1,0l Flasche 50.000 1,8 90.000 3,60 €
Summe 380.000

Kosten je RE = 500.000 / 380.000 = 1,3158 €

Stückkosten 0,33l = 1,3158 × 0,7 = 0,92 €; 0,5l = 1,3158 × 1,0 = 1,32 €; 1,0l = 1,3158 × 1,8 = 2,37 €

Verwandte Themen

Prüfungstipp: Bei der Äquivalenzziffernkalkulation wird in Klausuren oft vergessen, zuerst die Recheneinheiten zu berechnen. Gehe immer systematisch vor: Menge × ÄZ = RE, dann Gesamtkosten / Summe RE = Kosten je RE.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Nach oben scrollen