Divisionskalkulation: einstufig und mehrstufig erklärt

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Die Divisionskalkulation ist ein Verfahren der Kostenträgerstückrechnung, mit dem die Selbstkosten je Stück durch einfache Division der Gesamtkosten durch die Ausbringungsmenge ermittelt werden. Sie eignet sich vor allem für die Massen- und Sortenfertigung, bei der gleichartige Produkte in großer Stückzahl hergestellt werden und eine Einzelzurechnung der Kosten nicht sinnvoll ist.

Was ist die Divisionskalkulation?

Bei der Divisionskalkulation werden die in einer Periode angefallenen Gesamtkosten gleichmäßig auf die produzierten Einheiten verteilt. Voraussetzung ist ein einheitliches oder ähnliches Produktionsprogramm, da die Kosten nicht einzelnen Aufträgen zugerechnet, sondern durchschnittlich verteilt werden. Der große Vorteil des Verfahrens ist seine Einfachheit; sein Nachteil liegt darin, dass es bei stark unterschiedlichen Produkten ungenau wird. Man unterscheidet drei Varianten: die einstufige, die mehrstufige und die Äquivalenzziffernkalkulation.

Einstufige und mehrstufige Divisionskalkulation

Die einstufige Divisionskalkulation teilt die Gesamtkosten durch die produzierte Menge:

  • Stückkosten = Gesamtkosten ÷ Produktionsmenge
  • Beispiel: 200.000 € Gesamtkosten ÷ 10.000 Stück = 20 € je Stück.

Sie setzt voraus, dass Produktions- und Absatzmenge übereinstimmen (keine Lagerbestandsänderung). Die mehrstufige Divisionskalkulation berücksichtigt hingegen unterschiedliche Mengen in mehreren Fertigungsstufen, etwa wenn ein Teil der Produktion auf Lager geht:

  • Herstellkosten werden auf die produzierte Menge bezogen.
  • Verwaltungs- und Vertriebskosten werden auf die abgesetzte Menge bezogen.
  • So werden Bestandsveränderungen zwischen den Stufen korrekt abgebildet.

Divisionskalkulation mit Äquivalenzziffern

Werden mehrere ähnliche Produkte gefertigt, die sich nur in einem Merkmal (z. B. Gewicht oder Größe) unterscheiden, kommt die Äquivalenzziffernkalkulation zum Einsatz. Die Produkte werden über Äquivalenzziffern ins Verhältnis gesetzt und auf eine Recheneinheit zurückgeführt.

  • Ein Grundprodukt erhält die Äquivalenzziffer 1,0.
  • Beispiel: Sorte A (Ziffer 1,0) 1.000 Stück, Sorte B (Ziffer 1,5) 400 Stück.
  • Recheneinheiten: 1.000 × 1,0 + 400 × 1,5 = 1.600.
  • Bei 32.000 € Gesamtkosten: 32.000 ÷ 1.600 = 20 € je Recheneinheit.
  • Stückkosten A = 20 € × 1,0 = 20 €; Stückkosten B = 20 € × 1,5 = 30 €.

Die Äquivalenzziffern spiegeln dabei das Verhältnis wider, in dem die Sorten Kosten verursachen.

Vor- und Nachteile

Der wesentliche Vorteil der Divisionskalkulation ist ihre Einfachheit: Sie kommt mit wenigen Daten aus und ist schnell durchführbar. Voraussetzung ist jedoch ein homogenes Produktionsprogramm. Werden sehr unterschiedliche Produkte gefertigt, liefert das Verfahren ungenaue Ergebnisse, weil die Kosten pauschal verteilt werden. In solchen Fällen ist die Zuschlagskalkulation besser geeignet, die Gemeinkosten differenziert zurechnet. Die Äquivalenzziffernkalkulation stellt einen Kompromiss dar, indem sie ähnliche Sorten über Verhältniszahlen berücksichtigt und so die Genauigkeit erhöht, ohne den einfachen Grundgedanken der Division aufzugeben.

Häufige Fragen zur Divisionskalkulation

Wann wird die Divisionskalkulation angewendet?

Sie eignet sich für Massen- und Sortenfertigung mit gleichartigen Produkten, etwa in der Zement-, Getränke- oder Stromproduktion, wo eine Einzelzurechnung der Kosten nicht sinnvoll ist.

Was ist der Unterschied zwischen ein- und mehrstufiger Divisionskalkulation?

Die einstufige Variante setzt gleiche Produktions- und Absatzmengen voraus. Die mehrstufige Variante berücksichtigt Lagerbestandsänderungen, indem sie die Kosten auf die jeweils passende Menge je Stufe bezieht.

Wozu dienen Äquivalenzziffern?

Äquivalenzziffern bilden das Kostenverhältnis ähnlicher Produkte ab und rechnen sie auf eine gemeinsame Recheneinheit um, sodass trotz Sortenvielfalt eine einfache Divisionskalkulation möglich ist.

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