Oligopol

Oligopol heißt so viel wie Verkauf durch wenige. Der Begriff leitet sich aus der griechischen Sprache her. Als Marktform bedeutet das Oligopol, dass eine Gruppe von wenigen Anbietern für Produkte oder Dienstleistungen eine sehr große Nachfrage auf dem Markt bedient. Oligopole sind sehr häufig auf dem nationalen und dem globalen Markt. Es handelt sich hierbei zumeist um mehrere Großunternehmen, die gemeinsam eine marktbeherrschende Position einnehmen. Insofern steht das Oligopol faktisch zwischen den Marktformen vom Monopol und dem Polypol.

Unterscheidungen von Oligopolen

Das Oligopol gliedert sich noch in das Angebotsoligopol (eine hohe Nachfrage und wenige Anbieter), das Nachfrageoligopol (viele Anbieter treten in Wettbewerb für die Ansprüche weniger Nachfrager), das zweiseitige Oligopol (die Anbieter und Nachfrager halten sich die Waage).

Weiterhin sind heterogene und homogene Oligopole zu unterscheiden. Beim heterogenen Oligopol wird eine Art bestimmter Produkte einer Kategorie von wenigen Anbietern auf den Markt gestellt, die miteinander im Wettbewerb stehen. Die Preisgestaltung richtet sich nach der Nachfrage und nach den Marktaktivitäten der anderen Oligopolisten aus. Beim homogenen Oligopol handelt es sich um einige Anbieter gleicher Produkte, die ihre Produkte zu verbindlichen Preisen anbieten.

Beispiele für Oligopole auf dem Markt sind zum Beispiel die Mineralölindustrie, die Autoindustrie, die führenden Unternehmen auf dem Computermarkt, die Flugzeugindustrie, aber auch bei Produkten für Tabak, Waschmittel und sonstige alltägliche Gebrauchsgüter.

Konkurrenz und Kartellverhinderung

Oligopole setzen sich also aus Marktführern für bestimmte Produkte oder Leistungen zusammen. Im Wettbewerb haben sie gegenüber Einzelunternehmen dabei einen klaren Vorteil. Es gibt in der Regel Abstimmungen unter den Oligopolisten. Es kommt zu Preisabsprachen und Absprachen über Aktionen auf dem Markt. Trotzdem stehen die Oligopolisten auch untereinander im harten Konkurrenzkampf und versuchen sowohl einander wie auch Einzelkonkurrenten vom Markt zu drängen. Damit Oligopole den freien Markt nicht in ähnlicher Weise wie ein Monopol einschränken und beschädigen können, gibt es vielfach staatliche Handhaben gegen vertragliche Absprachen, wie beispielsweise das Kartellverbot.

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