Der Break-Even-Punkt (Gewinnschwelle) ist der Punkt, an dem ein Unternehmen weder Gewinn noch Verlust macht – die Erlöse decken genau die Gesamtkosten. Die Break-Even-Analyse ist eines der wichtigsten Planungsinstrumente und wird sowohl im Controlling als auch bei Existenzgründungen eingesetzt.
Inhaltsverzeichnis
Die Formeln
Break-Even-Menge = Fixkosten / (Preis – variable Stückkosten)
Break-Even-Menge = Fixkosten / Stückdeckungsbeitrag
Break-Even-Umsatz = Fixkosten / Deckungsbeitragsquote
| Variable | Bedeutung | Formel |
|---|---|---|
| Stückdeckungsbeitrag (db) | Beitrag jedes Stücks zur Fixkostendeckung | Preis – variable Stückkosten |
| Deckungsbeitragsquote | Anteil des DB am Umsatz | db / Preis × 100 |
Beispielrechnung
| Position | Wert |
|---|---|
| Fixkosten pro Monat | 45.000 € |
| Verkaufspreis je Stück | 25,00 € |
| Variable Kosten je Stück | 10,00 € |
Stückdeckungsbeitrag = 25 – 10 = 15,00 €
Break-Even-Menge = 45.000 / 15 = 3.000 Stück
Break-Even-Umsatz = 3.000 × 25 = 75.000 €
Deckungsbeitragsquote = 15 / 25 = 60 %. Kontrolle: 45.000 / 0,60 = 75.000 € ✓
Sicherheitsspanne (Margin of Safety)
Die Sicherheitsspanne zeigt, um wie viel der tatsächliche Absatz über dem Break-Even liegt:
Sicherheitsspanne = (Ist-Absatz – BEP-Absatz) / Ist-Absatz × 100
Bei einem Ist-Absatz von 5.000 Stück: (5.000 – 3.000) / 5.000 × 100 = 40 %
Der Absatz könnte um 40 % sinken, bevor das Unternehmen in die Verlustzone gerät.
Verwandte Themen
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Prüfungstipp: In Klausuren wird oft nach dem Break-Even-Umsatz statt der Break-Even-Menge gefragt. Nutze dafür die Deckungsbeitragsquote: BEP-Umsatz = Fixkosten / DB-Quote. Das ist schneller als der Umweg über die Menge.