Realkapital

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Der Begriff Realkapital wird als Bezeichnung aller fest im Unternehmen eingerechneten Betriebsmittel verwendet. Hierbei zählen nur materielle Werte, nicht etwa imaterielle Dinge wie Know-how, Patente oder Arbeitseffizienz. Oft wird auch die Bezeichnung Sach- oder Industriekapital verwendet, da meist Maschinen, Gebäude und Warenbestände zu diesem Wert gerechnet werden.

Damit ist jedoch längst nicht alles erwähnt, was als Realkapital bezeichnet werden kann. Zählt man hier beispielsweise die Warenbestände hinzu, sollten auf jeden Fall auch die zur Produktion verwerteten Rohstoffe berücksichtigt werden. Zählt man in einer Firma, welche Türen herstellt, beispielsweise den Bestand der im Unternehmen auf Lager gestellten Türen, so wird auch das bei der Herstellung verwendete Holz und dessen Wert im Realkapital mit berücksichtigt.

Ein in jedem Fall typisches Merkmal des Realkapitals ist, dass es nicht kurzfristig – das bedeutet zum Beispiel bei Geldproblemen – in Geldreserven umgewandelt werden kann. Logisch, denn Dinge wie Maschinen oder Firmengebäude sind nicht nur nicht schnelm und einfach zu verkaufen, sondern ebenfalls wichtig für Fortbestehen der Firma. Sind die Maschinen verkauft, kann nichts oder nur weniger effizient produziert und somit weniger Gewinn erzielt werden.

Realkapital wird normalerweise mit Geldkapital erworben. Dies ist beispielsweise Bank- bzw Kassenguthaben des Unternehmens (meist, wenn das Unternehmen bereits länger besteht) oder auch über Kredite erhaltenes Geld (üblicherweise bei neu gegründeten Unternehmen, welche noch nicht viel Kapital zur Verfügung haben).

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