Pip

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Ein Pip (englisch für „percentage in point“ oder „price interest point“) ist die kleinste standardisierte Einheit, in der die Kursveränderung eines Währungspaares im Devisenhandel (Forex) angegeben wird. Der Pip dient als Maßeinheit für Kursbewegungen und ist die Grundlage zur Berechnung von Gewinnen und Verlusten bei Devisengeschäften.

Was ist ein Pip?

Im Devisenhandel werden Währungen paarweise notiert, etwa Euro gegen US-Dollar (EUR/USD). Der Kurs gibt an, wie viele Einheiten der zweiten Währung für eine Einheit der ersten zu zahlen sind. Üblicherweise entspricht ein Pip der vierten Nachkommastelle des Wechselkurses, also einer Veränderung um 0,0001. Steigt der Kurs von EUR/USD beispielsweise von 1,1050 auf 1,1051, so hat sich der Kurs um einen Pip bewegt. Bei Währungspaaren mit dem japanischen Yen, die nur zwei Nachkommastellen aufweisen, entspricht ein Pip dagegen der zweiten Nachkommastelle (0,01).

Funktion und Berechnung

Der Pip ermöglicht es, Kursbewegungen unabhängig vom konkreten Währungspaar einheitlich zu messen. Der Geldwert eines Pips hängt von der gehandelten Positionsgröße ab:

  • Bei einem Standard-Lot von 100.000 Einheiten entspricht ein Pip im Paar EUR/USD üblicherweise 10 US-Dollar.
  • Bewegt sich der Kurs um 20 Pips zugunsten der Position, ergibt sich bei einem Standard-Lot ein Gewinn von rund 200 US-Dollar.
  • Viele Broker weisen zusätzlich Pipettes aus – ein Zehntel eines Pips an der fünften Nachkommastelle – für eine genauere Kursdarstellung.

So lassen sich die Auswirkungen kleiner Kursbewegungen präzise in Geldbeträge umrechnen, was für das Risikomanagement im Handel entscheidend ist.

Bedeutung für Spread und Handel

Auch die Differenz zwischen An- und Verkaufskurs, der Spread, wird in Pips angegeben. Ein enger Spread von etwa einem Pip bedeutet geringe Handelskosten, ein weiter Spread höhere Kosten. Der Pip ist damit nicht nur Maßeinheit für Gewinne und Verluste, sondern auch ein zentraler Vergleichsmaßstab für die Konditionen verschiedener Broker. Für Anleger ist es daher wichtig, sowohl den Spread als auch den Pip-Wert ihrer Position zu kennen, bevor sie ein Geschäft eröffnen. Nur so lässt sich abschätzen, ab welcher Kursbewegung eine Position die Handelskosten deckt und in die Gewinnzone gelangt. Der Pip bildet damit das Bindeglied zwischen der reinen Kursnotierung und dem tatsächlichen wirtschaftlichen Ergebnis eines Devisengeschäfts.

Häufige Fragen zum Pip

Wie viel ist ein Pip wert?

Der Geldwert eines Pips hängt von der Positionsgröße und dem Währungspaar ab. Bei einem Standard-Lot im Paar EUR/USD beträgt ein Pip in der Regel 10 US-Dollar.

Was ist der Unterschied zwischen Pip und Pipette?

Ein Pip entspricht meist der vierten Nachkommastelle, eine Pipette einem Zehntel davon an der fünften Nachkommastelle. Pipettes erlauben eine feinere Kursangabe.

Warum sind Pips bei Yen-Paaren anders?

Währungspaare mit dem japanischen Yen werden nur mit zwei Nachkommastellen notiert. Daher entspricht ein Pip hier der zweiten Nachkommastelle, also einer Veränderung um 0,01.

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