Performance

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Die Performance bezeichnet die Wertentwicklung einer Kapitalanlage oder eines Wertpapierdepots über einen bestimmten Zeitraum und drückt damit den Anlageerfolg in Prozent aus. Der Begriff stammt aus dem Englischen (Leistung) und ist im Finanzwesen zur zentralen Kennzahl geworden, um den Ertrag einer Geldanlage messbar und vergleichbar zu machen. Berücksichtigt werden dabei sowohl Kurssteigerungen als auch laufende Erträge wie Zinsen und Dividenden.

Was ist die Performance?

Die Performance misst, wie sich der Wert eines Investments zwischen Anfangs- und Endzeitpunkt verändert hat. Sie wird üblicherweise als prozentuale Rendite angegeben und auf ein Jahr bezogen, um unterschiedliche Anlagezeiträume vergleichbar zu machen. Eine positive Performance bedeutet einen Wertzuwachs, eine negative Performance einen Verlust. Wichtig ist die Unterscheidung zwischen der Brutto-Performance vor Kosten und Steuern und der Netto-Performance, die Gebühren, Ausgabeaufschläge und Steuern bereits abzieht und damit den tatsächlichen Anlageerfolg widerspiegelt.

Berechnung der Performance

Die einfache Performance ergibt sich aus dem Verhältnis von Wertzuwachs zum eingesetzten Kapital. Dabei fließen auch Ausschüttungen in die Rechnung ein:

  • Formel: Performance = ((Endwert + Ausschüttungen − Anfangswert) ÷ Anfangswert) × 100
  • Beispiel: Ein Fonds steigt von 10.000 € auf 11.000 €, zusätzlich werden 200 € ausgeschüttet. Die Performance beträgt ((11.000 + 200 − 10.000) ÷ 10.000) × 100 = 12 %.
  • Zeitgewichtung: Bei mehreren Ein- und Auszahlungen wird die zeitgewichtete Rendite verwendet, um den Einfluss der Zahlungsströme zu neutralisieren.

Bedeutung und Abgrenzung

Die Performance ist die wichtigste Größe beim Vergleich von Fonds, ETFs oder Vermögensverwaltern. Sie sollte jedoch immer im Verhältnis zum eingegangenen Risiko betrachtet werden, denn eine hohe Rendite kann mit hohen Schwankungen erkauft sein. Kennzahlen wie die Sharpe Ratio setzen die Performance ins Verhältnis zum Risiko und zeigen, wie viel Ertrag je Einheit Schwankung erwirtschaftet wurde. Zudem ist die Performance vom Begriff der Rendite abzugrenzen, der enger gefasst meist nur die laufenden Erträge meint, während die Performance die gesamte Wertentwicklung erfasst. Ein Vergleich mit einer Benchmark, etwa einem marktbreiten Index, zeigt, ob eine Anlage tatsächlich überdurchschnittlich abgeschnitten hat oder ob das Ergebnis lediglich der allgemeinen Marktentwicklung folgt.

In der Praxis werden für die Beurteilung einer Geldanlage daher stets mehrere Zeiträume herangezogen, etwa die Wertentwicklung über ein, drei und fünf Jahre. So lässt sich erkennen, ob eine gute Performance auf einer dauerhaft soliden Strategie beruht oder nur auf einer kurzfristigen Marktphase. Auch die Kostenquote eines Fonds beeinflusst die Performance unmittelbar, da laufende Gebühren die Wertentwicklung Jahr für Jahr schmälern.

Häufige Fragen zur Performance

Was ist der Unterschied zwischen Brutto- und Netto-Performance?

Die Brutto-Performance gibt die Wertentwicklung vor Abzug von Kosten und Steuern an. Die Netto-Performance berücksichtigt Gebühren, Ausgabeaufschläge und Steuern und zeigt damit den Betrag, der dem Anleger tatsächlich verbleibt.

Warum wird die Performance auf ein Jahr bezogen?

Die Annualisierung macht Anlagen mit unterschiedlich langen Laufzeiten vergleichbar. Eine Wertsteigerung von 6 % in sechs Monaten entspricht einer anderen Jahresperformance als 6 % über drei Jahre.

Sagt eine hohe Performance etwas über die Zukunft aus?

Nein. Die Performance bezieht sich immer auf einen vergangenen Zeitraum. Eine gute historische Wertentwicklung ist keine Garantie für künftige Erträge, weshalb stets der Hinweis erfolgt, dass vergangene Ergebnisse kein verlässlicher Indikator sind.

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