Personalkostenquote

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Die Personalkostenquote weist die Höhe des Personalaufwandes eines Unternehmens aus. Für die Personalkostenquote werden die angefallenen Personalkosten mit der Menge der Umsatzerlöse ins Verhältnis gesetzt. Die daraus resultierende Quote ist die prozentuale Personalkostenquote. Wenn es um Einsparforderungen geht, wird die Personalkostenquote sehr gerne als Argument benutzt. Zu berücksichtigen gilt allerdings, dass für das Ansteigen der Personalkostenquote nicht nur steigende Personalkosten, sondern auch sinkende Umsatzerlöse verantwortlich sein können.

Die Personalkostenquote gibt einen verbindlichen Wert an, der über die Effizienz eines Unternehmens Auskunft geben kann und bei einem Unternehmensvergleich (einem sogenannten Benchmarking) innerhalb der Branche eine Bewertung ermöglicht.

Bei der Personalaufwandsquote wird der jährliche, nachweisbare und in der Bilanz ausgewiesene Personalaufwand (und hierzu gehören Löhne und Gehälter und soziale Abgaben sowie Aufwendungen für die Unterstützung und Altersvorsorge und vergleichbare Zahlungen) in eine Relation zur Gesamtleistung gestellt.

Dabei ergibt sich eine betriebswirtschaftliche Kennzahl, die über die Höhe des Personalaufwandes und damit einem erheblichen Teil der Fixkosten und der Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens Auskunft gibt.

Dabei ist jedoch zu beachten, dass ein derartiger Quotenvergleich nur gerechtfertigt ist, wenn man bei seiner Betrachtung innerhalb der Branche verbleibt, weil ansonsten „Äpfel mit Birnen“ verglichen werden.. Ein Vergleich eines Krankenhauses mit einer modernen Industriefertigung, die überwiegend automatisiert ist, ist nicht zielführend.

Zur Verdeutlichung ein Rechenbeispiel zur Berechnung der Personalkostenquote:
(1) Gesamtleistung: 9 Mio €(a) Umsatzerlöse = 8 Mio €
(b) Warenbestand= 1 Mio €

(2) Personalaufwand: 4,5 Mio €(a) Löhne und Gehälter: 3,5 Mio €
(b) Sozialleistungen: 1 Mio €

(Personalaufwand / Gesamtleistung=Personalaufwandsquote)
4,5 Mio €/ 9 Mio € = 50 %

(Eine legitime Variation der Quotenberechnung ist die Relation Personalaufwand/Umsatzerlös – dies führt erkennbar zu einer größeren Personalkostenquote)

Wenn es um mögliches Einsparpotential eines Unternehmens geht, wird sehr häufig als Argument die Personalquote als Option eingebracht, da diese dann als zu hoch bewertet wird. Die Personalkostenquote ist beim Thema einer möglichen „Gewinnoptimierung“ entsprechend oft das Leitthema.
Jedoch ist diese Betrachtung zu einseitig. Anhand der obigen Berechnung ist zu erkennen, dass auch die Veränderung des Umsatzerlöses zu einer Veränderung der Personalkostenquote führt. Gleichsam kann gelegentlich durch den Einsatz von Leiharbeitern, deren Kosten oftmals nicht als Personalaufwendungen verbucht werden, auch hier die Personalaufwandsquote verändert werden.

Wird bei der Personalkostenquote tendenziell ein Wert >50 Prozent erreicht, bezeichnet man diese Betriebseinrichtung als „personalintensiv“, in diesem Fall hat die Firma einen sehr hohen Fixkostenanteil und das Unternehmen wäre in einer möglichen Krise unflexibler in den Handlungsmöglichkeiten und die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens wäre in Frage zu stellen.

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