Die Monatsrate ist der gleichbleibende oder vereinbarte Betrag, den ein Kreditnehmer jeden Monat an den Kreditgeber zahlt, um ein Darlehen zurückzuführen. Sie setzt sich aus einem Zinsanteil und einem Tilgungsanteil zusammen. Die Monatsrate ist ein zentraler Bestandteil nahezu aller Ratenkredite, Baufinanzierungen und Leasingverträge und bestimmt maßgeblich, wie tragbar eine Finanzierung für den Kreditnehmer ist.
Inhaltsverzeichnis
Was ist eine Monatsrate?
Mit der Monatsrate wird die Rückzahlung eines Kredits in regelmäßige, planbare Teilbeträge zerlegt. So muss der Schuldner nicht die gesamte Summe auf einmal aufbringen, sondern verteilt die Belastung über die Laufzeit. Die Höhe der Monatsrate hängt von der Darlehenssumme, dem Zinssatz und der Laufzeit ab: Eine längere Laufzeit senkt die monatliche Rate, erhöht aber die gesamten Zinskosten. Eine kürzere Laufzeit bedeutet höhere Raten, aber geringere Gesamtkosten.
Zusammensetzung der Monatsrate
Bei einem typischen Annuitätendarlehen bleibt die Monatsrate über die gesamte Laufzeit konstant, doch ihre Bestandteile verschieben sich:
- Zinsanteil: berechnet sich auf die jeweils noch offene Restschuld und sinkt im Zeitverlauf.
- Tilgungsanteil: der Teil, der die Schuld verringert, und steigt mit jeder Rate an.
Da die Restschuld durch die Tilgung sinkt, fallen die Zinsen kontinuierlich, während die Tilgung bei gleichbleibender Rate entsprechend zunimmt. Bei einem Ratenkredit mit fester Tilgung kann die Rate dagegen über die Zeit leicht abnehmen.
Berechnung der Monatsrate
Eine einfache Annäherung für die erste Rate lautet:
- Monatsrate = (Darlehenssumme × (Zinssatz + Tilgungssatz)) ÷ 12
Beispiel: Bei einem Darlehen von 100.000 Euro, 3 % Zins und 2 % anfänglicher Tilgung ergibt sich eine Jahresleistung von 5 %, also 5.000 Euro. Die Monatsrate beträgt damit rund 417 Euro. Genaue Werte liefert ein Tilgungsplan, der jede Rate in Zins und Tilgung aufschlüsselt. Wichtig ist, dass die Monatsrate dauerhaft zum verfügbaren Einkommen passt. Als Faustregel sollte die monatliche Belastung für laufende Kredite einen angemessenen Anteil des Nettoeinkommens nicht überschreiten, damit auch unvorhergesehene Ausgaben verkraftbar bleiben.
Häufige Fragen zur Monatsrate
Wie wirkt sich die Laufzeit auf die Monatsrate aus?
Eine längere Laufzeit verteilt die Rückzahlung auf mehr Monate und senkt dadurch die einzelne Rate. Allerdings fallen über die längere Zeit mehr Zinsen an, sodass der Kredit insgesamt teurer wird. Eine kürzere Laufzeit kehrt diesen Effekt um.
Kann die Monatsrate während der Laufzeit geändert werden?
Viele Kreditverträge erlauben Anpassungen wie eine Ratenpause, eine Änderung der Ratenhöhe oder Sondertilgungen. Ob und in welchem Umfang dies möglich ist, hängt von den vereinbarten Vertragsbedingungen ab und sollte vor Abschluss geprüft werden.
Was passiert, wenn eine Monatsrate nicht gezahlt wird?
Bleibt eine Rate aus, gerät der Kreditnehmer in Verzug und es können Mahngebühren sowie Verzugszinsen anfallen. Bei wiederholtem Zahlungsausfall darf der Kreditgeber den Vertrag kündigen und die gesamte Restschuld fällig stellen.