Limitierter Auftrag

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Ein limitierter Auftrag (auch Limit-Order genannt) ist eine Wertpapierorder, bei der der Anleger eine konkrete Preisgrenze (das Limit) vorgibt. Der Auftrag wird nur ausgeführt, wenn der Marktpreis das Limit erreicht oder günstiger ist. Damit behält der Anleger die Kontrolle über den Preis und schützt sich vor unerwünschten Ausführungskursen.

Was ist ein limitierter Auftrag?

Beim Kauf oder Verkauf von Aktien und anderen Wertpapieren kann der Anleger zwischen einem unlimitierten Auftrag (Bestens- oder Billigst-Order) und einem limitierten Auftrag wählen. Beim limitierten Auftrag legt er fest, zu welchem Höchst- oder Mindestpreis die Order ausgeführt werden darf. Dadurch wird verhindert, dass ein Wertpapier zu einem deutlich ungünstigeren Kurs gehandelt wird, als beabsichtigt. Der Nachteil: Erreicht der Kurs das Limit nicht, kommt das Geschäft nicht zustande.

Kauflimit und Verkaufslimit

Je nach Handelsrichtung wirkt das Limit unterschiedlich:

  • Kauflimit: Der Auftrag wird nur zum angegebenen Limit oder darunter ausgeführt. Beispiel: Kauf einer Aktie mit Limit 50 Euro bedeutet, dass höchstens 50 Euro je Aktie gezahlt werden.
  • Verkaufslimit: Der Auftrag wird nur zum angegebenen Limit oder darüber ausgeführt. Beispiel: Verkauf mit Limit 60 Euro bedeutet, dass mindestens 60 Euro je Aktie erzielt werden.

Häufig wird das Limit mit einer Gültigkeitsdauer kombiniert, etwa „tagesgültig“ oder „gültig bis zum Monatsende“. Läuft die Frist ab, ohne dass das Limit erreicht wurde, verfällt der Auftrag.

Abgrenzung zur unlimitierten Order

Bei einer unlimitierten Order (Market-Order) wird das Wertpapier sofort zum nächsten verfügbaren Kurs gehandelt. Das garantiert die Ausführung, nicht aber den Preis. Der limitierte Auftrag garantiert dagegen den Preis, nicht aber die Ausführung. In volatilen Marktphasen schützt das Limit vor starken Kursausschlägen, weshalb erfahrene Anleger es häufig nutzen.

Vor- und Nachteile in der Praxis

Der wesentliche Vorteil des limitierten Auftrags liegt im Schutz vor ungünstigen Preisen, gerade bei wenig gehandelten (illiquiden) Wertpapieren mit großen Abständen zwischen Geld- und Briefkurs. Ein limitierter Auftrag eignet sich auch, um in fallenden Märkten gezielt zu einem Wunschpreis zu kaufen oder in steigenden Märkten zu einem Zielkurs zu verkaufen. Der Nachteil ist das Ausführungsrisiko: Bewegt sich der Kurs nur knapp am Limit vorbei, kann eine günstige Gelegenheit verpasst werden. Anleger sollten das Limit daher realistisch und nicht zu eng am aktuellen Kurs setzen, wenn ihnen die Ausführung wichtiger ist als der letzte Cent. Eine bewährte Strategie ist es, Limit-Orders an klar definierten Kursmarken zu platzieren, statt impulsiv zum jeweils aktuellen Marktpreis zu handeln.

Häufige Fragen zum limitierten Auftrag

Wird ein limitierter Auftrag immer ausgeführt?

Nein. Eine Ausführung erfolgt nur, wenn der Marktkurs das gesetzte Limit erreicht. Bleibt der Kurs außerhalb der Grenze, verfällt der Auftrag nach Ablauf der Gültigkeitsdauer ohne Ausführung. Es besteht also kein Ausführungszwang.

Welche Kosten entstehen bei einem limitierten Auftrag?

Es fallen die üblichen Ordergebühren der Bank oder des Brokers an. Einige Anbieter berechnen für das Setzen oder Ändern eines Limits ein zusätzliches Entgelt (Limitgebühr), während viele Online-Broker dies kostenfrei anbieten.

Kann das Limit nachträglich geändert werden?

Ja, solange der Auftrag noch nicht ausgeführt wurde, kann der Anleger das Limit anpassen oder die Order ganz streichen. Bei einer Änderung wird die ursprüngliche Order gelöscht und eine neue mit dem geänderten Limit erstellt. Das geänderte Limit sollte erneut zu den aktuellen Marktbedingungen passen, damit eine realistische Ausführungschance besteht.

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