Stufenweise Deckungsbeitragsrechnung einfach erklärt

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Die Fixkostendeckungsrechnung – auch stufenweise Deckungsbeitragsrechnung genannt – ist eine Weiterentwicklung der einstufigen Deckungsbeitragsrechnung. Sie spaltet den Fixkostenblock in mehrere Ebenen auf und ordnet jede Ebene der Bezugsgröße zu, die sie tatsächlich verursacht hat. So entsteht ein deutlich differenzierteres Bild der Ergebnisbeiträge.

Was ist die stufenweise Deckungsbeitragsrechnung?

In der einfachen Deckungsbeitragsrechnung werden alle Fixkosten in einem einzigen Block vom gesamten Deckungsbeitrag abgezogen. Das verschleiert, welche Produkte oder Bereiche ihre eigenen Fixkosten decken und welche nicht. Die stufenweise Rechnung löst dieses Problem, indem sie die Fixkosten nach dem Verursachungsprinzip auf verschiedene Ebenen verteilt und schrittweise abzieht. Nur Fixkosten, die einer Ebene eindeutig zurechenbar sind, werden dieser auch belastet. Sie ist damit eine Ausprägung der Teilkostenrechnung und verbindet deren Aussagekraft für kurzfristige Entscheidungen mit einer stärkeren Differenzierung des Fixkostenblocks.

Die Fixkostenstufen im Aufbau

Der Fixkostenblock wird typischerweise in folgende Stufen zerlegt:

  • Erzeugnisfixkosten: einem einzelnen Produkt direkt zurechenbar, etwa eine Spezialmaschine.
  • Erzeugnisgruppenfixkosten: einer ganzen Produktgruppe zurechenbar.
  • Bereichs- bzw. Kostenstellenfixkosten: einem Bereich, einer Sparte oder Kostenstelle zurechenbar.
  • Unternehmensfixkosten: nur dem Gesamtunternehmen zurechenbar, etwa die Geschäftsführung.

Von den Umsatzerlösen werden zunächst die variablen Kosten abgezogen; daraus ergibt sich der Deckungsbeitrag I. Anschließend werden Stufe für Stufe die jeweiligen Fixkosten subtrahiert, bis am Ende das Betriebsergebnis übrig bleibt.

Beispiel und Nutzen

Ein Produkt erzielt einen Deckungsbeitrag I von 100.000 Euro. Der schrittweise Abzug ergibt:

  • DB I (nach variablen Kosten): 100.000 Euro
  • − Erzeugnisfixkosten 30.000 = DB II: 70.000 Euro
  • − Gruppenfixkosten 20.000 = DB III: 50.000 Euro
  • − Bereichsfixkosten 15.000 = DB IV: 35.000 Euro
  • − Unternehmensfixkosten 25.000 = Betriebsergebnis: 10.000 Euro

Der Vorteil liegt in der Transparenz: Man erkennt, auf welcher Stufe ein Produkt oder Bereich noch einen positiven Beitrag leistet. Ein Produkt, das seine Erzeugnisfixkosten nicht deckt, ist kritisch zu prüfen; eines, das nur die Unternehmensfixkosten nicht voll trägt, kann dennoch sinnvoll im Sortiment bleiben. So werden Sortiments- und Bereichsentscheidungen fundierter. Weil die stufenweise Rechnung nur zurechenbare Fixkosten belastet, vermeidet sie die willkürliche Schlüsselung von Gemeinkosten, die die einstufige Vollkostenbetrachtung kennzeichnet. Gerade bei Entscheidungen über die Aufgabe einer Produktgruppe zeigt sie deutlich, welche Fixkosten bei einem Wegfall tatsächlich entfallen und welche als Unternehmensfixkosten weiterhin bestehen bleiben.

Häufige Fragen zur Fixkostendeckungsrechnung

Worin liegt der Vorteil gegenüber der einstufigen Rechnung?

Sie zeigt, welche Fixkosten von welchem Produkt oder Bereich verursacht werden. Dadurch lässt sich beurteilen, ob eine Einheit ihre eigenen Fixkosten deckt oder nicht.

Nach welchem Prinzip werden die Fixkosten aufgeteilt?

Nach dem Verursachungsprinzip. Jede Fixkostenstufe wird der Bezugsgröße zugeordnet, die sie tatsächlich ausgelöst hat – vom einzelnen Produkt über die Produktgruppe und den Bereich bis zum Gesamtunternehmen. Fixkosten, die sich keiner Ebene eindeutig zurechnen lassen, verbleiben als Unternehmensfixkosten auf der obersten Stufe.

Was bleibt am Ende der Rechnung übrig?

Nach Abzug aller Fixkostenstufen vom Deckungsbeitrag verbleibt das Betriebsergebnis, also der Gewinn oder Verlust der betrachteten Periode. Dieses Ergebnis stimmt mit dem der einstufigen Rechnung überein; unterschiedlich ist nur der Weg dorthin. Der zusätzliche Erkenntnisgewinn liegt in den Zwischenstufen, die zeigen, welchen Beitrag jede Ebene zur Deckung der Fixkosten leistet.

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