Rolling Forecast: Definition, Ablauf und Vorteile gegenüber dem Jahresbudget

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Der Rolling Forecast ist ein modernes Planungsinstrument im Controlling, das das starre Jahresbudget durch eine kontinuierliche, rollierende Planung ersetzt. Besonders in volatilen Märkten gewinnt er an Bedeutung.

Was ist ein Rolling Forecast?

Beim Rolling Forecast wird die Planungsperiode kontinuierlich nach vorne verschoben. Statt einmal im Jahr für die nächsten 12 Monate zu planen, wird monatlich oder quartalsweise der Planungshorizont um eine Periode verlängert. Das Unternehmen hat so immer eine aktuelle Vorschau für die nächsten 12–18 Monate.

Klassisches Budget vs. Rolling Forecast

Merkmal Jahresbudget (klassisch) Rolling Forecast
Planungszeitpunkt Einmal jährlich Laufend (monatlich/quartalsweise)
Planungshorizont Festes Geschäftsjahr (01.01.–31.12.) Rollierend (immer 12–18 Monate voraus)
Aktualität Veraltet im Jahresverlauf Immer aktuell
Flexibilität Gering (Jahresplan als Zielgröße) Hoch (schnelle Anpassung an Marktveränderungen)
Aufwand Einmalig hoch (Budgetrunde) Kontinuierlich, aber geringer je Runde

Ablauf eines Rolling Forecasts

Monat 1: Ist-Zahlen für Periode 1 werden erfasst. Forecast-Werte für die nächsten 12 Monate werden aktualisiert (Periode 2 wird zur neuen Periode 13 hinzugefügt).

Monat 2: Erneute Aktualisierung. Der Horizont „rollt“ immer mit.

Der Rolling Forecast basiert auf aktuellen Absatz-, Kosten- und Marktdaten und berücksichtigt veränderte Rahmenbedingungen sofort.

Typische Kennzahlen im Rolling Forecast

Bereich Typische KPIs
Umsatz Auftragseingänge, Absatzmengen, Preise
Kosten Materialkosten, Personalaufwand, Gemeinkosten
Liquidität Cash Flow, Working Capital, Kreditliniennutzung
Profitabilität EBIT, EBITDA, Deckungsbeitrag

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Prüfungstipp: Rolling Forecast und klassisches Budget werden oft in Klausuren verglichen. Kernvorteil des Rolling Forecast: immer aktueller Planungshorizont, bessere Reaktionsfähigkeit. Kernnachteil: höherer laufender Aufwand und potenziell fehlende Verbindlichkeit der Ziele.

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