Reporting im Controlling: Aufgaben, Arten und Beispiele

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Das Reporting ist eine der Kernaufgaben des Controllings. Es umfasst die systematische Aufbereitung und Kommunikation entscheidungsrelevanter Informationen an das Management. Ohne ein funktionierendes Reporting fehlt der Geschäftsführung die Grundlage für fundierte Entscheidungen.

Aufgaben des Reportings

Das Reporting erfüllt drei zentrale Funktionen: Es informiert die Entscheidungsträger über die aktuelle Unternehmenslage, es deckt Abweichungen von geplanten Zielen auf und es bildet die Basis für Steuerungsmaßnahmen. Damit ist das Reporting das Bindeglied zwischen der Abweichungsanalyse und dem operativen Management.

Arten von Reports

Report-Art Häufigkeit Inhalt Empfänger
Standardreport Monatlich/Quartalsweise Umsatz, Kosten, Ergebnis, Kennzahlen Geschäftsführung, Bereichsleiter
Abweichungsreport Bei Überschreitung von Schwellenwerten Soll-Ist-Vergleich mit Ursachenanalyse Verantwortliche Führungskraft
Ad-hoc-Report Bei Bedarf Spezifische Fragestellungen Anfragender
Dashboard Täglich/Echtzeit KPIs auf einen Blick Alle Führungsebenen

Aufbau eines Monatsberichts (Beispiel)

Ein typischer Monatsbericht enthält folgende Elemente:

Abschnitt Inhalt
1. Management Summary Wichtigste Ergebnisse in 3–5 Sätzen
2. GuV-Übersicht Umsatz, Kosten, EBIT – Ist vs. Plan vs. Vorjahr
3. Kennzahlen ROI, Deckungsbeitrag, Liquidität
4. Abweichungsanalyse Wesentliche Abweichungen mit Ursachen
5. Maßnahmen Empfohlene Gegenmaßnahmen
6. Ausblick Forecast für das Restjahr

Grundsätze guten Reportings

Ein guter Report folgt dem KISS-Prinzip: Er ist klar, kurz und handlungsorientiert. Wichtige Grundsätze sind Empfängerorientierung (der Report muss auf die Bedürfnisse des Lesers zugeschnitten sein), Wesentlichkeit (nur entscheidungsrelevante Informationen), Aktualität (zeitnahe Bereitstellung) und Vergleichbarkeit (konsistente Darstellung über die Zeit).

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Prüfungstipp: In Klausuren wird oft nach den Anforderungen an gutes Reporting gefragt. Merke dir die vier Grundsätze: Empfängerorientierung, Wesentlichkeit, Aktualität und Vergleichbarkeit.

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