Versicherungssumme: Definition, Bedeutung, Berechnung

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Die Versicherungssumme ist der im Versicherungsvertrag vereinbarte Geldbetrag, bis zu dem der Versicherer im Schadensfall höchstens leistet. Sie ist eine der wichtigsten Kenngrößen eines Vertrags und bildet die Grundlage für die Höhe der Versicherungsprämie.

Was ist die Versicherungssumme?

Die Versicherungssumme legt die Obergrenze der Entschädigung fest. Tritt ein versicherter Schaden ein, ersetzt der Versicherer den Schaden höchstens bis zu dieser Summe. Sie sollte dem tatsächlichen Wert des versicherten Objekts – dem Versicherungswert – entsprechen, damit im Ernstfall weder eine Unter- noch eine Überdeckung entsteht.

Die Versicherungssumme ist von der Versicherungsprämie zu unterscheiden: Die Prämie ist der laufende Beitrag, den der Versicherungsnehmer zahlt; die Versicherungssumme ist der maximale Leistungsbetrag im Schadensfall.

Bedeutung von Unter- und Überversicherung

Stimmt die Versicherungssumme nicht mit dem tatsächlichen Wert überein, entstehen Nachteile:

  • Unterversicherung: Die Versicherungssumme liegt unter dem Versicherungswert. Im Schadensfall wird die Entschädigung anteilig gekürzt – der Versicherungsnehmer trägt einen Teil des Schadens selbst.
  • Überversicherung: Die Versicherungssumme übersteigt den Versicherungswert. Der Versicherungsnehmer zahlt eine unnötig hohe Prämie, ohne einen höheren Ersatz zu erhalten, da nur der tatsächliche Schaden ersetzt wird.
  • Vollwertversicherung: Versicherungssumme und Versicherungswert stimmen überein – der Idealfall.

Berechnung der Entschädigung bei Unterversicherung

Bei Unterversicherung wird die Entschädigung nach folgender Formel gekürzt:

  • Entschädigung = Schaden × Versicherungssumme ÷ Versicherungswert

Beträgt der Versicherungswert 200.000 Euro, die Versicherungssumme aber nur 150.000 Euro und entsteht ein Schaden von 40.000 Euro, ergibt sich:

  • Entschädigung = 40.000 € × 150.000 € ÷ 200.000 € = 30.000 Euro

Der Versicherungsnehmer erhält nur 30.000 Euro und trägt 10.000 Euro selbst. Deshalb ist eine regelmäßige Anpassung der Versicherungssumme an den tatsächlichen Wert wichtig.

Versicherungssumme, Versicherungswert und Prämie

Für das Verständnis der Versicherungssumme sind drei Begriffe voneinander abzugrenzen:

  • Der Versicherungswert ist der tatsächliche Wert des versicherten Gegenstands, etwa der Wiederbeschaffungswert.
  • Die Versicherungssumme ist der vertraglich vereinbarte Höchstbetrag der Entschädigung.
  • Die Versicherungsprämie ist der laufende Beitrag, den der Versicherungsnehmer zahlt; sie richtet sich unter anderem nach der Höhe der Versicherungssumme.

Bei manchen Verträgen wird auf eine feste Versicherungssumme verzichtet und stattdessen ein Unterversicherungsverzicht vereinbart. Dann verzichtet der Versicherer im Schadensfall auf die Anrechnung einer Unterversicherung, sofern der Versicherungswert nach vorgegebenen Regeln ermittelt wurde. Das schützt den Versicherungsnehmer vor einer Kürzung der Entschädigung.

Für eine passende Absicherung sollte die Versicherungssumme regelmäßig an Wertänderungen angepasst werden. Nur wenn Versicherungssumme und Versicherungswert übereinstimmen, ist im Schadensfall ein voller Ersatz gewährleistet, ohne dass unnötig hohe Prämien für eine Überversicherung gezahlt werden.

Häufige Fragen zur Versicherungssumme

Was passiert bei einer Unterversicherung?

Liegt die Versicherungssumme unter dem tatsächlichen Wert, kürzt der Versicherer die Entschädigung im gleichen Verhältnis. Der Versicherungsnehmer bleibt auf einem Teil des Schadens sitzen.

Ist eine höhere Versicherungssumme immer besser?

Nein. Eine Überversicherung führt zu höheren Prämien, ohne den Ersatz zu erhöhen, da nur der tatsächlich entstandene Schaden ersetzt wird. Ideal ist eine Summe, die dem Versicherungswert entspricht.

Wie oft sollte die Versicherungssumme überprüft werden?

Die Versicherungssumme sollte regelmäßig, etwa bei Wertsteigerungen oder Neuanschaffungen, überprüft und angepasst werden, um eine Unterversicherung zu vermeiden.

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