Lebenshaltungsindex

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Auch Lebenshaltungskostenindex. Diese Kennzahl gibt an, wie sich der Wert des Geldes bezogen auf die Kosten der Lebenshaltung in Deutschland verändert hat. Dabei werden verschiedene Güter und Dienstleistungen betrachtet, die für das tägliche Leben wichtig sind, diese sind in dem sogenannten Warenkorb, der in 12 Bereiche unterteilt ist, enthalten. Um die Veränderung zu ermitteln benutz man ein Basisjahr, welches als 100% Prozent betrachtet wird. Momentan ist das das Jahr 2000, ausgehend von den Werten in diesem Jahr bemisst man die Entwicklung der Lebenshaltungskosten, also Ausgaben für Miete, Nahrung, Strom usw. Der Indikator wird einmal im Jahr vom statistischen Bundesamt veröffentlicht.

Der Lebenshaltungsindex bezeichnet einen statistischen Mittelwert, welcher grob abbilden soll, wie sich die Lebenshaltungskosten in Deutschland preistechnisch entwickeln. Er wird zudem auch als Vergleichszahl für die Lebenshaltung verwendet. Das bedeutet, dass errechnet wird, wie viel Geld der durchschnittliche deutsche Bürger für Wohnung, Essen und Getränke ausgeben muss.

Wie wird er ermittelt?

Der Lebenserhaltungsindex wird durch das statistische Bundesamt ermittelt. Um ein möglichst repräsentatives und genaues Bild über die Kosten zu erhalten, wird von diesem ein imaginärer Warenkorb erstellt, welcher die durchschnittlichen Ausgaben des deutschen Haushaltes darstellen soll. Hierbei werden allerdings nicht nur Lebensmittel und andere Verbrauchsgüter, sondern auch Dienstleistungen mit berücksichtigt. Die genaue Zusammensetzung wird regelmäßig überprüft, denn die Kosten für Wohnung, Lebensmittel und andere Verbrauchsgüter ändern sich stetig.

Eingeschränkte Anwendbarkeit

Dieses Verfahren zur Ermittlung der Lebenshaltungskosten kann nicht zur Errechnung der in jedem deutschen Haushalt anfallenden Kosten eingesetzt werden und dient so lediglich der groben Orientierung.
Mit den Jahren sind beispielsweise Elektrogeräte günstiger, die Lebensmittel allerdings teurer geworden. Werden nun also zwar die sinkenden Preise für Elektrogeräte eingerechnet, die steigenden für Lebensmittel also nicht, ist es möglich, dass der Lebenshaltungsindex die steigenden, wichtigen Lebenshaltungskosten nicht richtig abbildet und ein leicht verzerrtes Bild vermittelt wird. Zusätzlich werden auch nicht in jedem Haushalt jährlich bzw regelmäßig Elektrogeräte angeschafft.

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