Die IBAN (International Bank Account Number) ist eine international standardisierte Kontonummer, die Konten eindeutig identifiziert. Sie wurde geschaffen, um den grenzüberschreitenden Zahlungsverkehr zu vereinheitlichen, und ist seit der Einführung des einheitlichen Euro-Zahlungsverkehrsraums (SEPA) die maßgebliche Angabe für Überweisungen und Lastschriften in Europa.
Inhaltsverzeichnis
Was ist die IBAN?
Die IBAN ersetzt die frühere getrennte Angabe von Kontonummer und Bankleitzahl durch eine einzige, durchgängige Zeichenfolge. Sie enthält alle Informationen, die zur eindeutigen Zuordnung eines Kontos nötig sind, und ist mit einer Prüfziffer ausgestattet, die Tippfehler bei der Eingabe erkennen hilft. Innerhalb des SEPA-Raums genügt die IBAN für Inlands- und Auslandsüberweisungen; die früher zusätzlich nötige BIC ist hier in der Regel entbehrlich.
Aufbau der IBAN
Die deutsche IBAN ist 22 Stellen lang und folgt einem festen Schema:
- Länderkennzeichen: zwei Buchstaben, für Deutschland „DE“.
- Prüfziffer: zwei Ziffern zur rechnerischen Kontrolle der gesamten IBAN.
- Bankleitzahl: acht Ziffern, die das Kreditinstitut bezeichnen.
- Kontonummer: zehn Ziffern, ggf. vorne mit Nullen aufgefüllt.
Ein Beispiel für eine deutsche IBAN lautet etwa „DE89 3704 0044 0532 0130 00“. Die Länge variiert von Land zu Land; in anderen Staaten kann die IBAN kürzer oder länger sein.
BIC und SEPA
Eng mit der IBAN verbunden ist die BIC (Bank Identifier Code), die das kontoführende Institut weltweit kennzeichnet. Im SEPA-Raum ist die BIC für Standardüberweisungen meist nicht mehr erforderlich, kann aber bei Zahlungen in Länder außerhalb der EU weiterhin verlangt werden. Die IBAN bildet damit das Rückgrat des bargeldlosen Zahlungsverkehrs in Europa.
Vorteile und Bedeutung im Zahlungsverkehr
Die Einführung der IBAN hat den europäischen Zahlungsverkehr erheblich vereinfacht und vereinheitlicht. Für Verbraucher und Unternehmen ergeben sich mehrere Vorteile:
- Einheitlichkeit: Inlands- und Auslandsüberweisungen im SEPA-Raum laufen nach demselben Verfahren.
- Fehlervermeidung: Die integrierte Prüfziffer erkennt Zahlendreher schon bei der Eingabe.
- Geschwindigkeit: Überweisungen werden zuverlässig und in der Regel innerhalb eines Bankarbeitstages ausgeführt.
- Automatisierung: Lastschriften und Daueraufträge lassen sich über die IBAN eindeutig zuordnen.
Damit ist die IBAN heute die Standardangabe auf Rechnungen, Verträgen und Formularen des bargeldlosen Zahlungsverkehrs.
Häufige Fragen zur IBAN
Wie viele Stellen hat die deutsche IBAN?
Die deutsche IBAN besteht immer aus 22 Stellen: zwei Buchstaben für das Land, zwei Prüfziffern, acht Stellen Bankleitzahl und zehn Stellen Kontonummer.
Brauche ich für eine SEPA-Überweisung noch die BIC?
Für Überweisungen innerhalb des SEPA-Raums genügt in der Regel die IBAN. Die BIC kann jedoch bei Zahlungen in Länder außerhalb der EU noch erforderlich sein.
Wozu dient die Prüfziffer in der IBAN?
Die zwei Prüfziffern ermöglichen eine rechnerische Kontrolle der gesamten IBAN. So lassen sich Zahlendreher und Tippfehler bei der Eingabe frühzeitig erkennen, bevor eine Überweisung an ein falsches Konto ausgeführt wird.