Marktversagen

Vom Marktversagen wird gesprochen, wenn Güter und Ressourcen in der Marktwirtschaft nicht mehr nach dem Gesetz von Angebot und Nachfrage auf der Basis der vollkommenen Konkurrenz geregelt werden können. Es kommt zu eklatanten Abweichungen von Produktion. Treten solche Abweichungen der Gesetzmäßigkeiten des Marktes auf, so ist ein wirtschaftspolitischer Handlungsbedarf gegeben.

Gründe für ein Marktversagen

  • Auf dem freien Markt bilden sich externe Effekte (Wirkungen von außen) heraus, die sich in externen Kosten und externem Nutzen spiegeln. (zum Beispiel Umwelteinflüsse).
  • Bei öffentlichen Gütern versagen Rivalitätsprinzip und Anschlussprinzip, sodass sie auf dem Markt nicht als Angebot erscheinen. Das kann solche öffentlichen Güter betreffen, wie beispielsweise natürliche Monopole wie Wasserversorgung oder Ressourcen, die gesamtgesellschaftlich genutzt werden (Luftqualität).
  • Die Entstehung von Monopolen und Kartellen, Preisabsprachen zwischen großen Produzenten, Handels- und Dienstleistungsunternehmen können ein Marktversagen verursachen, da eine optimale Zuteilung durch einzelne Vorherrschaft nicht mehr gewährleistet ist.
  • Unausgewogene Information kann das Gleichgewicht des Marktes gefährden und zum Marktversagen beitragen. Anbieter und Nachfrager haben keinen ausreichenden Überblick über tatsächliche Angebote und Nachfragen, was die Marktzuteilung einschränkt.
  • Probleme der Verteilungsgerechtigkeit können ebenfalls in ein Marktversagen einbezogen werden. Auf einem funktionierenden Markt kann es zu deutlichen Verteilungsproblemen lebensnotwendiger Güter kommen. (Trinkwasser, Grundnahrungsmittel und mehr). Marktversagen dieser Art bedingt soziale, gesellschaftliche Spannungen.
  • Einschränkung der Wettbewerbsfähigkeit durch Vorgehen des Staates infolge von Steuer- und Subventionsmechanismen.

Begegnung der Ursachen des Marktversagens

Einem Marktversagen wird, je nach Ursache, mit politisch-wirtschaftlichen Reaktionen entgegengewirkt. Bei externen Faktoren und Kosten übernimmt vielfach der Staat die Regulation über die Steuer oder Subvention. Bei öffentlichen Gütern wird manchmal durch eine Privatisierung oder Teilprivatisierung oder Veränderungen der Finanzierung entgegengewirkt. Das Entstehen von Monopolen und Kartellen wird durch Gesetze verhindert. Unausgewogenheit der Information reguliert sich oft innerhalb des Marktes. Verteilungsgerechtigkeit wird in der Regel über staatliche Institutionen geregelt. Entweder werden Verfügungs- und Eigentumsrechte verändert oder es kommt zu Auflagen in Form von Regulierungen für bestimmte Preise. Engen Steuer- und Subventionsmechanismen, bestimmte Gesetze, die gesunde Wettbewerbsfähigkeit ein, so können diese durch den Staat verändert werden. (Verringerung von Subventionen, Veränderung der Steuerpolitik)

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