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Der Nachkalkulation dienen als Kontrollrechnung die Kosten als Basis, die tatsächlich entstanden sind. Bei dieser Berechnung fließen jeden Kostenfaktoren ein, die im Bereich der gesamten Leistungserstellung und Leistungsverwertung im Betrieb entstanden sind, gegliedert in die Istkosten bei den Einzel- und den Gemeinkosten der jeweiligen Einheiten der Erzeugnisse des Unternehmens. Diese Berechnung kann wiederum die Basis für eine Vorkalkulation der weiteren Produktion und Preisgestaltung dienen.

Aufgabenstellung und Bedarf für die Nachkalkulation

Innerhalb der Kosten- und Leistungsrechnung eines Unternehmens kommen der Nachkalkulation Aufgaben zu, wie die Ermittlung der realistischen Verkaufspreise, sowie wichtige Funktionen zur Kontrolle. Mit dem Blick auf die einzelnen Aufträge können hier die Werte, die bei der Vorkalkulation ermittelt wurden, an den tatsächlichen Rechnungsverläufen gemessen werden. Dabei werden Abweichungen festgestellt und können korrigiert werden.
Bedarf für die Erstellung von regelmäßiger Nachkalkulation gibt es insbesondere in solchen Unternehmen, die stark auf Einzelfertigungen setzen. Eher verzichtbar ist eine regelmäßige Nachkalkulation während kürzerer Zeitabstände, wenn es sich im Unternehmen um große Serienherstellungen handelt und um Massenproduktionen für längere Zeiträume. Hier ist die gesamte Produktion einschließlich der hergestellten Produkte in der Regel festen Standards zugeordnet, weshalb sich die periodische Nachkalkulation fast erübrigt. Außerdem werden mit den modernen Methoden der Kostenrechnungssysteme vielfach sehr genaue Daten bereits in der Vorkalkulation und einer Zwischenkalkulation gewonnen, weshalb für die Nachkalkulation vielfach eine viel geringere Notwendigkeit besteht.

Probleme bei der Nachkalkulation

Theoretisch sollte eine Nachkalkulation stets sehr genaue rechnerische Fakten liefern können, da die Produktion bereits in der Praxis vorgenommen wurde und die Produkte auch auf den Markt gebracht wurden. In der Praxis im Unternehmen können sich dennoch jeweils Kosten finden, die nicht mit völliger Klarheit zuzuordnen sind. Vielfach traten dann bereits in den vorangegangen Rechnungsvorgängen Probleme der Zuordnung auf, es kam zu Verzerrungen bei der Zuordnung, besonders bei den Gemeinkosten, die dann wiederum in die Nachkalkulation einfließen. Nicht immer lassen sich Kosten und Aufwand, sowie Kosten und Preis unbedingt eindeutig auf einen Nenner bringen, da unvorhergesehene Vorgänge und außergewöhnliche Kosten die Kalkulation beeinträchtigt haben oder Marktereignisse auf den Betriebsverlauf Einfluss genommen haben.