Skonto: Definition, Berechnung und Buchung erklärt

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Skonto ist ein prozentualer Preisnachlass, den ein Verkäufer dem Kunden gewährt, wenn dieser die Rechnung innerhalb einer kurzen Frist begleicht. Skonto belohnt schnelle Zahlung und verbessert für den Lieferanten die Liquidität, während der Kunde seine Einkaufskosten senkt.

Was ist Skonto?

Skonto ist ein Bestandteil der Zahlungsbedingungen und wird in Prozent des Rechnungsbetrags angegeben. Eine typische Formulierung lautet: „2 % Skonto bei Zahlung innerhalb von 10 Tagen, sonst 30 Tage netto“. Zahlt der Kunde also innerhalb der Skontofrist, darf er 2 Prozent vom Rechnungsbetrag abziehen. Skonto ist damit ein wirtschaftlicher Anreiz, der sich für den Kunden oft lohnt, weil die auf das Jahr hochgerechnete Verzinsung sehr hoch ausfällt.

Berechnung des Skontobetrags

Der Skontobetrag wird vom Bruttorechnungsbetrag berechnet. Ein Beispiel:

  • Rechnungsbetrag brutto: 1.190 Euro (1.000 Euro netto + 190 Euro Umsatzsteuer bei 19 %)
  • Skonto 2 %: 1.190 Euro × 2 % = 23,80 Euro
  • Zahlbetrag: 1.190 Euro − 23,80 Euro = 1.166,20 Euro

Wichtig: Da sich der Zahlbetrag mindert, ändert sich auch die abziehbare Vorsteuer beziehungsweise die abzuführende Umsatzsteuer. Der Skonto mindert sowohl das Nettoentgelt als auch die Umsatzsteuer anteilig.

Buchung des Skontos

Beim Kunden (Käufer) mindert der in Anspruch genommene Skonto die Anschaffungskosten und die Vorsteuer. Bezahlt der Käufer die oben genannte Rechnung mit 2 % Skonto, lautet der Buchungssatz vereinfacht:

  • Verbindlichkeiten aus LuL 1.190 an Bank 1.166,20, an Nachlässe/Skontoerträge (Aufwandsminderung) 20, an Vorsteuer 3,80

Beim Lieferanten (Verkäufer) mindert der gewährte Skonto den Umsatzerlös und die Umsatzsteuerschuld. Skonto ist damit eine nachträgliche Entgeltminderung, die nach § 17 UStG die Bemessungsgrundlage der Umsatzsteuer korrigiert. In der Praxis werden Skonti häufig zunächst auf separaten Konten erfasst und am Periodenende gegen die Erlöse beziehungsweise den Wareneinsatz gebucht.

Kunden- und Lieferantenskonto

In der Buchhaltung wird zwischen zwei Perspektiven unterschieden:

  • Lieferantenskonto: Der Skonto, den ein Unternehmen von seinen Lieferanten für schnelle Zahlung erhält. Er mindert die Anschaffungskosten der bezogenen Waren und die Vorsteuer.
  • Kundenskonto: Der Skonto, den ein Unternehmen seinen eigenen Kunden gewährt. Er mindert die Umsatzerlöse und die abzuführende Umsatzsteuer.

Wirtschaftlich ist Skonto für den zahlenden Kunden fast immer attraktiv. Rechnet man die 2 Prozent Nachlass auf den Zeitraum zwischen Skontofrist und Zahlungsziel hoch, ergibt sich ein sehr hoher Jahreszins. Deshalb gilt die Faustregel, Skonto stets auszunutzen, solange die Alternative teurer ist als der so erzielte Vorteil. Für den Lieferanten ist die Skontogewährung umgekehrt ein Mittel, den Zahlungseingang zu beschleunigen und das Ausfallrisiko zu senken.

Häufige Fragen zum Skonto

Wird Skonto vom Netto- oder Bruttobetrag berechnet?

Skonto wird vom Bruttorechnungsbetrag berechnet, also inklusive Umsatzsteuer. Weil sich das Entgelt mindert, ist anschließend die Umsatzsteuer entsprechend anteilig zu korrigieren.

Lohnt sich die Ausnutzung von Skonto?

Meist ja. Rechnet man 2 % Skonto bei 20 Tagen früherer Zahlung auf das Jahr hoch, ergibt sich ein effektiver Zinsvorteil von rund 36 Prozent. Solange der Kreditzins niedriger ist, ist es günstiger, den Skonto zu nutzen, notfalls über den Kontokorrentkredit.

Was ist der Unterschied zwischen Skonto und Rabatt?

Rabatt ist ein Preisnachlass, der bereits bei Rechnungsstellung feststeht, etwa als Mengen- oder Treuerabatt. Skonto wird dagegen erst gewährt, wenn der Kunde innerhalb der Skontofrist zahlt, und ist somit an das Zahlungsverhalten geknüpft.

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