Die Liquidität 1. Grades (auch: Barliquidität oder Cash Ratio) ist eine Bilanzkennzahl, die das Verhältnis der flüssigen Mittel zu den kurzfristigen Verbindlichkeiten angibt. Sie zeigt, ob ein Unternehmen seine kurzfristigen Schulden sofort aus dem vorhandenen Bargeld und Bankguthaben begleichen kann.
Inhaltsverzeichnis
Formel
| Liquidität 1. Grades = (Flüssige Mittel / kurzfristige Verbindlichkeiten) × 100 |
Flüssige Mittel umfassen: Kassenbestand, Bankguthaben und kurzfristig verfügbare Wertpapiere.
Kurzfristige Verbindlichkeiten: Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit unter 1 Jahr (Lieferantenkredite, kurzfristige Darlehen, kurzfristige Rückstellungen).
Beispiel
- Flüssige Mittel: 30.000 €
- Kurzfristige Verbindlichkeiten: 120.000 €
Liquidität 1. Grades = (30.000 / 120.000) × 100 = 25 %
Interpretation
- Richtwert: 10–30 % gilt als ausreichend.
- Zu hohe Werte bedeuten, dass zu viel Kapital unverzinst im Unternehmen gebunden ist.
- Die Liquidität 1. Grades ist die strengste der drei Liquiditätskennzahlen.