Eigenkapitalrentabilität berechnen: Formel, Beispiel und Leverage-Effekt

Home » Eigenkapitalrentabilität berechnen: Formel, Beispiel und Leverage-Effekt

Die Eigenkapitalrentabilität (EKR) zeigt, wie viel Gewinn ein Unternehmen je eingesetztem Euro Eigenkapital erzielt. Sie ist aus Sicht der Anteilseigner die wichtigste Rentabilitätskennzahl und eng mit dem ROI verwandt.

Die Formel

Eigenkapitalrentabilität = (Jahresüberschuss ÷ Eigenkapital) × 100

Variable Bedeutung Fundstelle in der Bilanz/GuV
Jahresüberschuss Gewinn nach Steuern GuV, letzte Zeile
Eigenkapital Gezeichnetes Kapital + Rücklagen + Gewinnvortrag Passivseite der Bilanz
EKR Eigenkapitalrendite Ergebnis in %

Beispielrechnung

Jahresüberschuss: 120.000 €, Eigenkapital: 800.000 €
EKR = (120.000 € ÷ 800.000 €) × 100 = 15 %
Interpretation: Auf jeden Euro Eigenkapital wurden 15 Cent Gewinn erwirtschaftet.

Leverage-Effekt: Fremdkapital erhöht die EKR

Wenn die Gesamtkapitalrentabilität höher ist als der Fremdkapitalzins, steigt die EKR durch Einsatz von Fremdkapital.

Szenario EK FK (Zinssatz 5%) GK EBIT Zinskosten Gewinn EKR
Ohne FK 1.000.000 € 0 € 1.000.000 € 80.000 € 0 € 80.000 € 8 %
Mit FK 500.000 € 500.000 € 1.000.000 € 80.000 € 25.000 € 55.000 € 11 %

Verwandte Themen

Prüfungstipp: Der Leverage-Effekt funktioniert nur, wenn GKR > FK-Zinssatz. Ist der Zinssatz höher als die GKR, wirkt der Effekt negativ!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Nach oben scrollen