Home » Marketing » Produktinnovation als Basis für neue Produkte

Produktinnovation ergibt sich aus dem Produktlebenszyklus, denn jedes Produkt hat nur eine bestimmte Zeitdauer auf dem Markt zur Verfügung wo es für den Kunden von Interesse ist. Dieser ist ein Phasen eingeteilt.

Neue Produktinovationen sind für Betriebe von entscheidender Bedeutung, denn die von den Betrieben hergestellten Produkte besitzen, wie oben schon erwähnt wurde, einen Lebenszyklus, der sehr charakteristische Phasen aufweist. Dieser hängt sowohl durch die absetzbare ( = verkaufbare) Stückzahl wie auch durch die für die verkauften Produkte erlangbaren Preise, ab welche entsprechend charakterisiert sind.

Wenn das Produkt entwickelt ist und Marktreife erlangt hat, wird es am Markt durch Einführungswerbung bekannt gemacht und angeboten. Wenn durch das neue Produkt eine bessere Lösung des Problems, für das der Kunde das Produkt kauft, erzielt wird als durch das bisherige für diesen Zweck verwendete Gut, wird es in dieser Wachstums- oder manchmal auch Pionierphase genannten Phase steigende Umsätze erzielen und das bisherige Produkt immer mehr vom Markt verdrängen.

Da der Betrieb, der das Produkt entwickelt hat, diesbezüglich über das erforderliche Know how verfügt uns sich die Herstellung und den Vertrieb dieses neuen Produktes in aller Regel auch rechtlich durch entsprechende Patente und Markenrechte schützen lässt, ist er in dieser Phase meist Alleinerzeuger, weshalb man diese Phase auch als Monopolphase bezeichnen könnte.

Anschließend hält sich das Produkt im Idealfall einige Jahre erfolgreich am Markt ohne wesentliche Änderungen durchführen zu müssen. Das erfolgreich eingeführte Produkt muss schliesslich durch entsprechende Variationen am Leben erhalten werden und verändert werden.

Allerdings ist der Begriff des Produktes an sich schon ein sehr weitläufiger Begriff weshalb man ihn auch schon an dieser Stelle einmal erklären müsste.

Betriebe müssen zwangsläufig den Änderungen folgen

Beobachtungen zeigen, dass sich die Umwelt der Betriebe immer wieder – sei es in produktmässiger, verfahrensmässiger ( = technologischer ) und / oder sozialer und soziologischer Hinsicht – ändert und dass sich die Betriebe, wenn sie überleben wollen, diesen Änderungen anpassen müssen. Eine solche Anpassung setzt aber Wissen voraus. Dieses Wissen kann auf zweifache Art erworben werden: durch Innovation und durch Imitation.

Der Unterschied zwischen innovativer und imitativer Forschung

Bei innovativen Wissenserwerb betreibt der Betrieb eigene Forschung. Bei imitativen Wissenserwerb betreibt der Betrieb keine eigene Forschung, sondern ahmt der Betriebe, die das neue Wissen bereits erworben haben, nach. Er erspart sich bei imitativen Wissenserwerb zwar die Kosten einer eigenen Forschung, er verzichtet aber auch auf die Vorteile, die dem Innovator zuwachsen. Es sind dies vor allem der Marktanteilszuwachs (den der Innovator dadurch erlangt, dass er neue Kunden gewinnt, weil er als erster ein neues Produkt auf den Markt bringt und oder wegen eines günstigeren Verfahrens den Preis senken kann, solange noch kein imitativer Wettbewerb auftritt. Ausserdem ist meist nicht sicher, ob der imitative Wissenserwerb auch gelingt.

Ein sehr grosser Teil der Betriebe, die aus dem Wirtschaftsprozess ausscheiden müssen, scheidet aus, weil der der imitative Wissenserwerb nicht gelungen ist und sie dadurch nicht mehr konkurrenzfähig sind auf dem Markt.

Wenn Betriebe auf  den möglichen Marktanteils zuwachs und den möglichen Monopolgewinn nicht verzichten und das Risiko des Nichtgelingens imitativen Wissenserwerbes nicht eingehen wollen, müssen sie sich durch ein System geeigneter Massnahmen das erforderliche Wissen erwerben.

Dieses System geeigneter Massnahmen das in seiner  zeitlichen Ordnung einen eigenen Prozess ergibt, nennt man auch Forschung. Beobachtungen zeigen, dass der Forschungsprozess aus mehreren Subprozessen besteht, die sich in zwei große Gruppen zusammenfasssen lassen: in wirtschaftliche Gruppen und auch in verfahrenstechnische Gruppen.