Die Liquidität 2. Grades (auch: Quick Ratio oder Einzugsliquidität) ist eine Bilanzkennzahl, die neben den flüssigen Mitteln auch die kurzfristigen Forderungen in das Verhältnis zu den kurzfristigen Verbindlichkeiten setzt. Sie gibt an, ob ein Unternehmen seine kurzfristigen Schulden aus liquiden Mitteln und erwarteten Zahlungseingängen decken kann.
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Formel
| Liquidität 2. Grades = ((Flüssige Mittel + kurzfristige Forderungen) / kurzfristige Verbindlichkeiten) × 100 |
Beispiel
- Flüssige Mittel: 30.000 €
- Kurzfristige Forderungen (z. B. aus Lieferungen und Leistungen): 50.000 €
- Kurzfristige Verbindlichkeiten: 120.000 €
Liquidität 2. Grades = ((30.000 + 50.000) / 120.000) × 100 = (80.000 / 120.000) × 100 = 66,7 %
Interpretation
- Richtwert: 100 % gilt als ideal – das Unternehmen kann seine kurzfristigen Verbindlichkeiten vollständig ohne den Verkauf von Vorräten decken.
- Werte unter 100 % bedeuten, dass zusätzlich Vorräte liquidiert werden müssten.
- Die Liquidität 2. Grades ist aussagekräftiger als die Liquidität 1. Grades, da sie auch Forderungen berücksichtigt.