Die Eigenkapitalquote ist eine Bilanzkennzahl, die den Anteil des Eigenkapitals am Gesamtkapital (Bilanzsumme) eines Unternehmens angibt. Sie ist ein wichtiger Indikator für die finanzielle Stabilität und Kreditwürdigkeit (Bonität).
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Formel
| Eigenkapitalquote = (Eigenkapital / Gesamtkapital) × 100 |
Das Ergebnis wird in Prozent angegeben. Das Gesamtkapital entspricht der Bilanzsumme (Eigenkapital + Fremdkapital).
Beispiel
Die Bilanz eines Unternehmens zeigt:
- Eigenkapital: 300.000 €
- Fremdkapital: 200.000 €
- Gesamtkapital (Bilanzsumme): 500.000 €
Eigenkapitalquote = (300.000 / 500.000) × 100 = 60 %
Interpretation
- Hohe Eigenkapitalquote (z. B. > 30 %): Das Unternehmen ist finanziell solide aufgestellt und weniger abhängig von Fremdkapitalgebern.
- Niedrige Eigenkapitalquote: Höheres Insolvenzrisiko, aber auch höhere Eigenkapitalrendite möglich (Leverage-Effekt).
- Als Faustregel gilt eine Eigenkapitalquote von mindestens 20–30 % als gesund; viele Banken fordern dies bei der Kreditvergabe.