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Das sollten Sie zum Kontokorrentkredit wissen

Viele Menschen kommen im Laufe ihres Lebens auf den Gedanken, ein Eigenheim zu kaufen! In der Regel überlegen sich vor allem junge Paare diesen Schritt. Da der Kauf eines Eigenheims eine durchaus teure Angelegenheit ist, stellt sich in einem weiteren Schritt die Frage nach der Finanzierbarkeit.

Während die Eigenmittel in der Regel, gerade zu Beginn der beruflichen Tätigkeit, doch eher beschränkt sind, erwägen viele Menschen eine Mischfinanzierung, die sich auf Barmitteln, Hypothekarkredit und der Ausschöpfung des Kontokorrentkredites beschränkt.

Was versteht man und einem Kontokorrentkredit?

Der Kontokorrentkredit kennzeichnet sich dadurch, dass er sich sehr wesentlich von von anderen Finanzierungsformen unterscheidet. Man könnte diese Kreditform am ehesten als eine Art Überziehungskredit beschreiben. Aus diesem Grund wird er in Fachkreisen auch Dispositionskredit genannt. Wer sich beispielsweise zu einem oben genannten Kauf eines Eigenheimes durchringt,  setzt sich für gewöhnlich mit einer Bank in Verbindung und bekommt nach Klärung aller Umstände in der Regel die volle Kreditsumme ausbezahlt.

Die Tilgung, sprich die Rückzahlung, erfolgt dann verteilt über die Laufzeit des Kredits. Der Ablauf beim Kontokorrentkredit ist etwas different. Der  Kontokorrentkredit bzw dessen Tilgung richtet sich im Wesentlichen an ein Girokonto und dem Kontoinhaber wird eine Überziehungsmöglichkeit dieses Kontos gewährt. Je nach Vereinbarung mit der Hausbank ist die Überziehungsmöglichkeit des Kontos unterschiedlich hoch und wird üblicherweise bei der Eröffnung des Girokontos definiert.

Wenn der Bedarf besteht, kann der Kunde den Kontokorrentkredit jederzeit in Anspruch zu nehmen Die Höhe des Kredits richtet sich nach dem vereinbarten Überziehungsrahmen. Ebenso davon abhängig ist die Höhe des beanspruchten Kredits.

Die Höhe kann der Kreditnehmer im Rahmen der Überziehungsmöglichkeit auch individuell bestimmen. Somit hat ein Kontokorrentkredit auch den Vorteil der maximalen Freiheit, weil man die Rückzahlung des beanspruchten Kredits auch absolut flexibel gestalten kann. Man ist aber damit nicht nur flexibel sondern praktisch auch zeitlich unabhängig von der Rückzahlung. Allerdings hat diese Flexibilität in der Regel auch ihren Preis weil die Konditionen deutlich schlechter (das heißt teurer) sind als dies bei einem Hypothekarkredit der Fall ist.

Die unterschiedlichen Ausgestaltungsvarianten eines Kontokorrentkredits

Selbstverständlich haben sich im Laufe der Zeit auch unterschiedliche Varianten des Kontokorrentkredits herauskristallisiert. Aus diesem Grund existieren auch beim Kontokorrentkredit verschiedene Varianten. Man kann aber durchaus behaupten, dass diese Tatsache den meisten Bankkunden wohl nicht bewusst ist.

Der Dispositionskredit dürfte für den Großteil der Bankkunden die einen Kontokorrentkredit in Anspruch nehmen auch der Inbegriff ds Überziehungskredits sein. Besonders machen sich aber bei Geschäftskunden die Ausgestaltungsmöglichkeiten eines Kontokorrentkredits bemerkbar. Hier verwendet man auch einen anderen gängigen Begriff: den Betriebsmittelkredit.

Allerdings darf man sich hier nicht vom Kerngedanken eines Kontokorrentkredits entfernen, denn unabhängig davon, ob es sich bei einem Kontokorrentkredit um einen Dispositionskredit oder einen Betriebsmittelkredit handelt, erfüllen beide Arten dem Grunde nach den gleichen Zweck. Der eigentliche Zweck des Kontokorrentkredites ist es, dass man kurzfristige Liquiditätsengen ausgleichen kann und damit offene Rechnungen bezahlt werden können.

Wenn man zum Beispiel auf eine ausstehende Rechnung wartet und diese noch nicht überwiesen wurde, so kann ein Kontokorrentkredit Abhilfe schaffen und den Liquiditätsengpass ausgleichen. Aber auch bei Unternehmen dient es einem ähnlichen Zweck. Man versucht damit ebenso, kurzfristige Engpässe auszugleichen.