Der Verschuldungsgrad (auch: Debt-to-Equity-Ratio) ist eine Bilanzkennzahl, die das Verhältnis von Fremdkapital zu Eigenkapital angibt. Er zeigt, in welchem Maß ein Unternehmen mit Fremdkapital finanziert ist.
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Formel
| Verschuldungsgrad = (Fremdkapital / Eigenkapital) × 100 |
Das Ergebnis wird in Prozent angegeben.
Beispiel
Ein Unternehmen hat folgende Kapitalstruktur:
- Fremdkapital: 240.000 €
- Eigenkapital: 160.000 €
Verschuldungsgrad = (240.000 / 160.000) × 100 = 150 %
Auf jeden Euro Eigenkapital kommen 1,50 € Fremdkapital.
Interpretation
| Verschuldungsgrad | Bewertung |
|---|---|
| < 100 % | Eigenkapital überwiegt – solide Finanzierung |
| 100 % | Eigenkapital = Fremdkapital – ausgeglichene Struktur |
| > 200 % | Hohes Fremdkapital – erhöhtes Insolvenzrisiko |
- Ein niedriger Verschuldungsgrad erhöht die finanzielle Unabhängigkeit und erleichtert neue Kreditaufnahmen.
- Ein hoher Verschuldungsgrad kann die Eigenkapitalrendite durch den Leverage-Effekt steigern, erhöht aber gleichzeitig das Risiko.
- Die Eigenkapitalquote und der Verschuldungsgrad ergänzen sich: EKQ = 100 % / (1 + VG/100).